Die derzeitigen Projektstandorte der Lions-Hilfe in Nepal (Grafik: HDL)

Die Resonanz auf den Spendenaufruf an die Lions im April 2015 für die Erdbebenhilfe in Nepal war überwältigend. Nach der Unterstüzung schneller Soforthilfemaßnahmen konzentrierten sich die Partner der Lions auf den langfristigen und nachhaltigen Wiederaufbau. Die Verabschiedung der neuen Verfassung und die folgenden politischen Turbulenzen behinderten jedoch fast alle im Land befindlichen Hilfsorganisationen bei der Umsetzung ihrer Pläne. Inzwischen gibt es jedoch einige Erfolge zu berichten.

Update - Häuserbau in Nepal fast abgeschlossen

"Danke für Ihren Beitrag!" auch von dieser Mutter, die mit ihrer Familie eines der neuen Lions-Häuser in Pipaltar beziehen konnte. (Foto: HfH)

Das verheerende Beben und Nachbeben in Nepal im April 2015 forderte viele Opfer. Es hat außerdem mehr als 1 Million Menschen obdachlos gemacht. Mehr als 490.000 Häuser wurden zerstört und 260.000 Häuser beschädigt. UNOCHA spricht von 1.029.245 betroffenen Menschen durch zerstörte und 294.549 durch beschädigte Häuser in den betroffenen Gebieten.

Dank Ihrer Spenden wieder ein Zuhause!

Um den Menschen wieder ein Zuhause zu geben und den Neu- und Wiederaufbau von Häusern in erdbebensicherer Bauweise zu fördern, kooperiert das HDL mit Habitat for Humanity und setzte dafür einen Teil der Lions-Spenden ein.
Ursprünglich plante Habitat for Humanity den Wiederaufbau mit durchschnittlichen Hauskosten für ein Bambushaus mit Latrine inklusive Materialien, Arbeitskosten, weiteren begleitenden Projektkosten, Transport etc. mit ca. 4000 Euro. Rund 30 Lions-Häuser sollten entstehen.
Trotz fertigen Plänen konnte nicht sofort begonnen werden.

Verzögerung der Baumaßnahmen durch politische Unruhen und Blockaden

Die erste Bauphase für permanente Häuser sollte bereits im Herbst 2015 beginnen, allerdings führte die Verabschiedung einer neuen Verfassung im September 2015 zu gewalttätigen Unruhen in verschiedenen hinduistisch geprägten Teilen des Landes und zu einem politischen Konflikt mit dem wichtigen Nachbarland Indien, aus dem Nepal fast alle Importe bezieht. Dadurch verschlechterte sich die politische und ökonomische Situation in Nepal enorm. Unruhen und Grenzblockaden führten zu Versorgungsengpässen von Benzin und Baumaterialien, weshalb der Wiederaufbau zwischenzeitlich ausgesetzt werden musste.
Ein strenger Wintereinbruch mit kalten Temperaturen, sowie zögerliche politische Entscheidungen zum Wiederaufbau verzögerten die Bauarbeiten zusätzlich. Habitat for Humanity überbrückte vor Ort die Zeit mit vorbereitenden Maßnahmen sowie mit anderweitigen Hilfsmaßnahmen wie der Verteilung von Winterkits mit Schlafsäcken, Isomatten etc.

Ein Jahr nach dem Beben ging der Hausbau endlich los

Mit Beruhigung der politischen Situation konnten die Bauarbeiten im März 2016 wiederaufgenommen werden. Aufgrund einer starken Erhöhung der Hauspreise, wurden die Lions-Gelder zusammen mit weiteren Spenden in Pipaltar, 80 km westlich von Kathmandu, eingesetzt. Gemeinsam mit den Menschen vor Ort, wird nun in dieser Modellsiedlung, der Wiederaufbau von insgesamt 87 Häusern organisiert. Davon sind 41 im fertigstellt, 21 wurden schon bezogen. Weitere 46 Häuser befinden sich noch im Bau. Ihre Fertigstellung soll bis März 2017 abgeschlossen sein..

Danke an alle Spender für Nepal!

Die Menschen in Pipaltar sind trotz der langen Verzögerungen in der Umsetzung des Projekts, unter den ersten In Nepal, die nach den Zerstörungen des Bebens wieder ein permanentes Heim beziehen können. Alle Familien sind sehr glücklich über ihr neues Haus und im Namen der Menschen in Nepal danken wir allen Spendern nochmals für Ihre großzügige Unterstützung!

Lions unterstützen den Schulwiederaufbau in Thulo Sirubari

Dank der Lions-Spenden kann die BP Memorial School in Thulo Sirubari, Nepal wiederaufgebaut werden. (Foto: Help)

Insgesamt zehn Schulen mit durchschnittlich vier bis fünf Klassenräumen werden in Nepal in und rund um die Gemeinde Thulo Sirubari, in erdbebensicherer Bauweise wiederaufgebaut . Unser Partner Help berichtete kürzlich, nach monatelangen Verzögerungen der Baumaßnahmen durch administrative Hindernisse in der Zusammenarbeit mit der Regierung, von Fortschritten. Der Wiederaufbau der BP Memorial School in Thulo Sirubari wird  aus Lions-Spenden finanziert und nähert sich derzeit der Fertigstellung.

Die Lions-Hilfe zum Wiederaufbau in Thulo Sirubari hat, wie alle NGO-Aktivitäten im Himalya-Staat Nepal, mit vielen Widrigkeiten zu kämpfen gehabt. Unser Partner Help konzentrierte sich daher zunächst auf die Schulung von lokalen Handwerken und der Beschaffung von Material für den Wiederaufbau. Außerdem wurde die Bevölkerung mit einkommensschaffenden Maßnahmen unterstützt und in den kalten Monaten mit Winterpaketen versorgt.

Help ist zuversichtlich, dass der Wiederaufbau von Thulo Sirubari langsam aber stetig fortschreiten wird und ist für die bereitgestellten Mittel der deutschen Lions dankbar. Wir werden an dieser Stelle weiter berichten!

Herzlichen Dank an alle Spender für Nepal!

Rückansicht der Schule. Die losen Steine (vorne im Bild) zerstörter Gebäude sind wertvolles Baumaterial. Sie werden auch zum Wiederaufbau von Wohngebäuden mühevoll sortiert und wieder aufbereitet. (Fotos: Help)

Vorbereitungen in Nepal - Lions-Häuserbau steht in den Startlöchern

Immer noch muss Schutt beiseite geschafft werden, ohne Sprit und Baufahrzeuge mühsame Handarbeit.
Es wird Platz geschafft für neue Häuser!
Isomatten, Decken und andere wärmende Ausrüstung gegen die fallenden Temperaturen. (Fotos: HfH)

Immer noch kämpfen die Menschen in Nepal mit Erschwernissen beim Wiederaufbau. Es fehlen Baumaterialien, die Spritpreise sind fast unbezahlbar hoch und der Import von Gütern ist weiterhin schwierig. Auch die politischen Rahmenumstände sind immer noch kompliziert.
Die Betroffenen des Erdbebens warten aufgrund dieser Verzögerung vielerorts immer noch auf ein Voranschreiten der Hilfsmaßnahmen und den politischen Startschuss vor allem für den Häuserbau, mit denen auch unser Partner Habitat for Humanity schon fertig in den Startlöchern steht und harren bis dahin in provisorischen Unterkünften und Zelten aus.

Vorbereitung, Unterstützung im Alltag und Ausbildung

Die guten Nachrichten, die unser Partner meldete, sind, dass Ende Dezember die Verabschiedung eines wichtigen Gesetzes zum Wiederaufbau erfolgte und die Aktivitäten seitdem gesteigert werden konnten. Außerdem arbeiten die Mitarbeiter an der Vorbereitung, damit alles vorbereitet ist, wenn sich die Lage bessert. Gearbeitet wird vor allem an der Schuttentsorgung, dem Aushub für Fundamente, es wird soweit möglich Baumaterial eingekauft und schon mal mit dem Bau von Toiletten, begonnen und kleine Arbeiten an weiteren Häusern verrichtet.
Aufgrund der gefallenen Temperaturen wurden außerdem Winterkits beschafft, damit konnte rund 2.500 Familien mit Decken, Isoliermaterialien, Taschenlampen und warmer Kleidung der Alltag erleichtert werden.

Lions-Häusern fällt Modellrolle zu

Im Mittelpunkt der weiteren Aktivitäten steht fortwährend die Ausbildung von Bauingenieuren. Dies ist sehr wichtig, um die von Habitat entwickelten Häuser-Lösungen im Land bekannt zu machen, damit die erdbebensichere und ressourcenschonende Bauweise möglichst viel nachgeahmt wird. Habitat for Humanity leitet im UN shelter cluster die „PASSA working group” in der es um ausgiebige Schulungen und aktive Einbindung der lokalen Gemeinden im Hausbau geht. Den von Lions finanzierten Häusern fällt hierbei eine sehr wichtige Modellrolle zu.

Was lange währt, wird hoffentlich bald gut!

Es tut sich etwas in Nepal und wir hoffen mit den Menschen in Nepal, dass wir schon bald zahlreiche fertiggestellte Lions-Häuser zeigen können.

Herzlichen Dank an alle Spender, die dieses wichtige und nachhaltige Wiederaufbauprojekt unterstützt haben!

Wiederaufbau unter erschwerten Bedingungen

Mit Wellblechen und Draht können beschädigte Häuser verstärkt werden...
...die Schaufeln erleichtern die andauernden Aufräumarbeiten. (Fotos: Help)
In theroretischen Ausbildungen und mit praktischer Arbeit entstehen erdbebensichere Häuser wie dieses hier in Nepal. (Foto: HfH)

In Deutschland war es leider nur eine Fußnote in den Medien, in Nepal hat es für die betroffenen Menschen fatale Folgen. Nach der Wahl der neuen Regierung ist die Situation auch für den Wiederaufbau nach dem Erdbeben schwieriger geworden.

Die neue Regierung ist noch nicht vollständig handlungsfähig, aufgrund der neuen Verfassung in Nepal kam es in den letzten Monat immer wieder zu teils gewalttätigen Protesten, besonders in den Grenzregionen zu Indien. Die schlimmste Folge der Konflikte ist die Blockade der meisten Grenzübergänge und Boykotte bei der Lieferung von Bedarfsmitteln aus Indien. Selbst sobald die indische Regierung diese inoffizielle Blockade aufhebt, wird es Monate dauern, bis alles wieder normal läuft.

Die schlimmen Auswirkungen der Grenzblockaden sind neben einer Verknappung von vielen Gütern vor allem ein akuter Benzin- und Diesel- und Gasengpass im ganzen Land, der natürlich mit massiven Preissteigerungen einhergeht. Es fahren so gut wie keine LKWs, Busse, Krankentransporte mehr, die Menschen müssen überall zu Fuß gehen und ihr Essen wieder auf dem offenen Feuer zubereiten.

Lions und Help für Thulo Sirubari

Transportschwierigkeiten haben auch für die Mitarbeiter von Help, unsere Partner vor Ort, die Arbeit erschwert. Mittlerweile konnten Materialien an insgesamt 1.650 Familien verteilt werden, wie z.B. Wellbleche die für den Wiederaufbau und die Verstärkung der Häuser genutzt werden können.
Aktuell soll bald das Training für Handwerker in erdbebensicheren Bautechniken beginnen. Als Schwerpunkt hatte Help den Wiederaufbau der Schulen gewählt, weil hier in der Gemeinde sehr großer Bedarf besteht. Zunächst muss aber weiter Schutt beseitigt werden und die Landrechte geklärt werden. In Kürze soll ein Abkommen (Memorandum of Understanding) mit der Schulbehörde unterzeichnet werden. Die Schulen sollen nach dem „build back better“-Prinzip wiederaufgebaut werden, um die Situation für die Schüler gegenüber der vor dem Beben zu verbessern und mehr Familien davon zu überzeugen, ihre Kinder in die Schule zu schicken. So plant Help nicht nur den reinen Wiederaufbau der Schulen und deren Ausstattung, sondern zusätzlich Küchen, Latrinen und die Versorgung mit sauberem Trinkwasser. Darüber hinaus wird es auch „Sozialkomponenten“ geben, um insbesondere mehr Mädchen auf die Klassenbänke zu bekommen.
Ein weiterer Schritt der Arbeit von Help in Nepal ist die umfassende Bedarfsanalyse in den einzelnen Haushalten in Thulo Sirubari, um unsere Projekte passgenau zu gestalten und zu implementieren.

Lions-Häuser mit Habitat for Humanity

Auch die Mitarbeiter von Habitat for Humanity wurden im Häuserbau durch die Transportschwierigkeiten ausgebremst. Administrative Verstrickungen mit der Regierung erschweren HfH, wie allen anderen im Land tätigen Hilfsorganisationen, den Fortschritt der geplanten Maßnahmen. Für die ersten 100 Häuser von HfH gab es allerdings schon vor Monaten eine Sondergenehmigung – es soll eine Modellsiedlung entstehen in der im Verlauf der Baumaßnahmen Handwerker ausgebildet werden, die dann ihr Wissen weitergeben und zusammen mit der Bevölkerung den weiteren Aufbau selbstständig organisieren und erledigen.

Bisher steckt aber auch HfH noch in der Aufräumphase, konnte allerdings mit theoretischen Ingenieur-Ausbildungen beginnen und anbei sehen Sie das Bild eines der neuen Häuser in erdbebensicherer Bauweise.

Nicht nur Habitat for Humanity hofft auf eine baldige und zügige Besserung der Lage, damit für die vielen Menschen, die jetzt im Winter besonders unter der schlechten Versorgungssituation durch den Boykott leiden müssen, bald viele weitere Lions-Häuser entstehen.

Bitte schauen Sie wieder auf diese Seite, wir werden an dieser Stelle so bald wie möglich über die Fortschritte der Lions-Hilfe in Nepal berichten!

Langfristiger Wiederaufbau - Zuhause für Familien

Die Aufräumarbeiten halten an, wegen der bevorstehenden Monsunzeit ist der Bau von neuen Behausungen dringend. (Bild: HfHD)
Die in Bambusbauweise errichteten Häuser haben sich bewährt. Für städtische Gegenden und um sich von der Ressource Bambus unabhängiger zu machen wird auch an der Entwicklung von Alternativen gearbeitet. (Bild: HfHD)

Das verheerende Erdbeben in Nepal hat vielen Menschen ihr Zuhause genommen. Ohne Dach über dem Kopf und schützende Wände sind sie derzeit vielerorts noch schutzlos dem Wetter, besonders dem nahenden Monsun, ausgesetzt.

Mehr als 490.000 Häuser wurden zerstört und 260.000 Häuser beschädigt. UNOCHA spricht von 1.029.245 betroffenen Menschen durch zerstörte und 294.549 durch beschädigte Häuser in den betroffenen Gebieten. Viele Menschen schlafen unter freiem Himmel, da sie Angst haben, es könnten weitere Beben folgen und ihre Häuser einsturzgefährdet sind, oder weil sie ihr Zuhause beim Beben verloren haben. Sichere Unterkünfte werden dringend gebraucht aber auch und besonders für den dauerhaften Wiederaufbau der nächsten Monate und Jahre wird zusätzliche Hilfe benötigt.

Lions kooperieren mit der Katastrophenhilfe von Habitat for Humanity in Nepal

Habitat for Humanity arbeitet bereits seit fast zwanzig Jahren in Nepal. Die vorhandene Expertise sowie die existierenden Strukturen und Partnerschaften erleichtern die Katastrophenhilfe ungemein. Habitats langfristige Wiederaufbaupläne werden sich in die bestehenden Strukturen eingliedern, um nachhaltig wirken zu können.

Alle Maßnahmen werden in Kooperation mit der nepalesischen Regierung, dem Shelter Cluster Netzwerk der UN und anderen, vor allem lokalen Hilfsorganisationen geplant und umgesetzt. Die Hilfe erfolgt im Rahmen von Aufräumarbeiten, Verteilung von Wasserbehältern, Aushändigung von Shelter Kits mit Baumaterial und Werkzeug, Übergangshäusern und dem Neubau von erbebensicheren Häusern.

Die zweite Phase der Hilfe startet jetzt!

Um möglichst vielen Familien wieder ein Zuhause geben zu können, wird es je nach Situation zwei Lösungsansätze geben. Zum einen mit bis zu drei Jahre nutzbaren „Übergangshäusern“ aus wiederverwertbaren Materialien und zum anderen mit dauerhaft nutzbaren und ausbaubaren Häusern. Beide Lösungen sind erbebensicher konzipiert.

Das langjährige Wissen von Habitat for Humanity Nepal sowie weiterer Experten spielt hier eine große Rolle. Im Falle Nepals baut Habitat for Humanity Häuser vorwiegend in einer erdbebensicheren, kostengünstigen und nachhaltigen Bambus-Technologie, welche seismischen Schocks über Jahre standhalten kann. Dieses Design hat sich auch während des schweren Erdbebens im April bewährt: von Habitat for Humanity in der Vergangenheit gebaute Häuser hatten nur kleinere Schäden wie z.B. kleine Risse und Dachziegel, die sich gelöst haben.

Zeichnung der von Habitat for Humanity geplanten Häuser (Grafik: HfHD)

Multiplizierte Hilfe durch Wissen

Mit Unterstützung von Partnern wie der “National Society for Earthquake Technology (NSET)”, hat Habitat for Humanity bereits damit begonnen ein Pilotprojekt umsetzen, in welchem kurzfristig 100 feste Bambus-Häuser gebaut werden. Neben dem schon aktiven Team in Nepal  werden zusätzlich 35 Ingenieure angestellt und ausgebildet. Die Mehrzahl der Fachkräfte wird vor Ort rekrutiert, unterstützt von Habitat for Humanity Angestellten und freiwilligen Fachkräften. Diese werden wiederum vor Ort Trainings für lokale Einsatzkräfte anbieten, die jeweiligen Baustellen besichtigen sowie mit ihrem technischen Know-how die Handwerker, welche von lokalen Gemeinden und Spargruppen beschäftigt werden, unterstützen. So multipliziert sich die Hilfe!

Lions unterstützen derzeit diese Maßnahmen in Gorkha, darüber hinaus konzentriert sich Habitat for Humanity beim Wiederaufbau auf weitere schwer betroffene Regionen wie Dhading, Sindhupalchowk, Kavre, und Katmandu.

Ein sicheres Zuhause für nicht einmal 4000 Euro

Für den langfristigen, erdbebensicheren Wiederaufbau wird weiterhin jede Hilfe gebraucht. Die Errichtung eines dauerhaften Bambushauses mit Latrine inklusive Materialien, Arbeitskosten, weiteren begleitenden Projektkosten, Transport etc. kostet durchschnittlich und je nach Wechselkurs rund 3.800 Euro.

Thulo Sirubari baut auf

In Thulo Sirubari, dem Dorf östlich von Kathmandu, dessen Wiederaufbau durch Lions möglich gemacht wird, sind die Aufräumarbeiten immer noch in vollem Gange. Die Dorfbewohner können inzwischen auf das gelieferte Material, Planen, Draht und Werkzeug für den Bau von temporären Behelfsunterkünften zugreifen.

Danke für die erste Hilfe zum Wiederaufbau!

Von Help erreichten uns aktuell Bilder  von der Verteilung der Hilfsgüter. Die Bewohner des Dorfes sagen „Danke“ für Ihre Spenden!

WaSH-Maßnahmen geplant

Bei dem schweren Beben im April wurde auch das Wasserleitungssystem an dem fast zwei Drittel der Haushalte angeschlossen war, stark beschädigt. Zugang zu sauberem Wasser haben die Dorfbewohner derzeit über zentrale Wasserstellen, wo sich auch gewaschen und die Wäsche gemacht wird. Vor dem Beben hatten laut Zensus rund 80 % der Einwohner von Thulo Sirubari Zugang zu Toiletten und Latrinen. Diese wurden alle zerstört, was zu einem wachsenden Hygieneproblem wird.  Help plant WaSH-Maßnahmen (Wasser, Sanitär, Hygiene) im Rahmen des Wiederaufbaus um dieser Problematik entgegenzutreten.

Hilfsgüter werden u.a. in diesem Schuppen gelagert.
An einer solchen Wasserstelle fließt sauberes Wasser, jedoch muss hier Waschen, persönliche Hygiene und Trinkwasserentnahme parallel laufen. (Alle Bilder: HELP)

Wiederaufbau eines ganzen Dorfes aus Lions-Spenden

Das Haus dieser Familie liegt völlig in Trümmern, eine provisorische Unterkunft ist zunächst das Wichtigste. (Bild: Help)
Verteilung der dringend benötigten Shelter-Kits (Bild: Help)

Einen Monat nach dem schweren Erdbeben stellen die Erfassung der Schäden und die Planung für den Wiederaufbau die Menschen in den vielen teils entlegenen Orten vor Herausforderungen. Oft sind es nicht nur der Großteil der privaten Häuser, die zerstört sind, auch Straßen und wichtige Gebäude wie Krankenhäuser und Schulen sind beschädigt oder unbenutzbar geworden und erschweren die Organisation der Hilfe und die Rückkehr in den Alltag.

Inzwischen konnte das HDL Spenden für Nepal in Höhe von rund 400.000 Euro verzeichnen. Vielen Dank für Ihre Spenden! Ein Teil davon wird jetzt für den Wiederaufbau eines ganzen Dorfes verwendet. 

Thulo Sirubari - ein Dorf unter vielen das Hilfe braucht!

Die Soforthelfer unseres Partners Help sind auf ein Dorf östlich von Kathmandu getroffen, das sehr stark vom Erdbeben betroffen ist und dessen Bewohner dringend Hilfe benötigen. Das Dorf Thulo Sirubari im Distrikt Sindhupalchok besteht aus mehreren kleinen Siedlungen mit etwa 1.600 Haushalten. Hier wurden vor allem Stein-/Lehmhäuser in traditioneller Bauweise durch das Erdbeben fast komplett zerstört. Die Bewohner lebten bisher inmitten von Trümmern.
Das Dorf liegt einige Kilometer von der Hauptstraße entfernt und ist zum Glück noch über eine unbefestigte Straße zu erreichen. Die Bewohner von Thulo Sirubari haben bisher noch keine Hilfe von der Regierung oder anderen Hilfsorganisationen erhalten, sind aber unbedingt darauf angewiesen.

Erfassung und Planung in vollem Gange

Derzeit ist Help mit der Erfassung der Haushalte beschäftigt, bisher wurden rund 220 Haushalte erfasst, 200 völlig zerstörte Häuser wurden gezählt. Die Gemeinde hat sich nach dem Erdbeben in Komitees für die Koordination organisiert, Help hat einen Verwalter zur Unterstützung vor Ort, für die Organisation und die Vorbereitung der Verteilung von dringend benötigten Hilfsmitteln für den Wiederaufbau.

Dringend: Ein Dach über dem Kopf

140 „Shelter-Kits“ (Planen und Seile zum Bau provisorischer Notunterkünfte wurden bereits in Thulo Sirubari verteilt. Erste Befragungen ergaben, dass die, wenn auch nur notdürftige Unterbringung das dringendste Problem ist, das gelöst werden muss. Direkt gefolgt von dem Bedarf an Werkzeugen wie Brechstangen, Schaufeln, Pickhacken, Hämmer und Sägen. Außerdem besteht dringender Bedarf an Lebensmitteln und Hygieneartikeln. Alle Hilfsgüter sollen in den kommenden Tagen und Wochen geliefert werden. Die Gemeindekomitees haben ein eigenes Prioritätenraster für die Verteilungen erstellt, dass besonders schwer betroffene Familien und solche mit kleinen Kindern oder auch alte und kranke Menschen bevorzugt.

Kein Schulunterricht möglich

Dringend ist auch der Wiederaufbau der Schule. Das dreistöckige Gebäude mit 22 Klassenräumen muss abgerissen werden und es findet derzeit kein Schulunterricht statt. Zum Zeitpunkt des Bebens war kein Unterricht, daher sind zum Glück keine Schüler zu Schaden gekommen. Auch die Schule soll beim Wiederaufbau unterstützt werden, damit möglichst bald wieder Unterricht stattfinden kann.

Dreizehn PAULs gehen nach Kathmandu

action medeor packt 13 Lions-PAULs für Kathmandu (Foto: action medeor)

Die Versorgung mit sauberem Wasser in der Katastropheregion Nepal ist neben der medizinischen Versorgung eines der dringendsten Probleme. Seuchen und Krankheiten drohen besonders dann, wenn viele Menschen, wie in Kathmandu in provisorischen Unterbringungen und widrigen Bedingungen dicht aufeinander leben.

Lions stellen nun schnelle Hilfe in Form von 13 PAULs für Nepal bereit. Über die Shanti Leprahilfe und action medeor werden die Wasserfilter nach Kathmandu gebracht und dort im Shanti Sewa Griha - Krankenhaus in Kathmandu betrieben. 

Herzlichen Dank an alle Spender für "Wasser ist Leben!"

Nepal - Soforthilfe und erste Pläne zum Wiederaufbau

(05.05.2015) Die Situation für die Menschen in Nepal ist nach wie vor dramatisch. Vielerorts sind abgelegene Dörfer noch nicht einmal von Helfern erreicht worden, da Nachbeben und zerstörte Straßen die Menschen von der Außenwelt abschneiden.

Auch der Flughafen in Kathmandu hat sich für die internationalen Helfer als Nadelöhr entpuppt. Die Landebahn ist beschädigt und es können nur wenige Flugzeuge gleichzeitig landen.

Dennoch, die Helfer tun was Sie können und dank der großzügigen Spenden können unsere Partner vor Ort bereits die nächsten Schritte vorbereiten und zeitnah in die Tat umsetzen.

Bald 200.000 Euro auf dem Spendenkonto der Lions!

Bis zum heutigen Tag sind 195.614 Euro auf dem Spendenkonto des HDL eingegangen. Vielen Dank allen großzügigen und vor allem schnellen Spendern!

Das Medikamentenhilfswerk action medeor packte inzwischen unzählige Soforthilfe-Pakete mit Medikamenten und medizinischem Gerät. Es fehlt in Nepal nicht nur an intakten Krankenhäusern sondern vor allem an Material um den vielen Verletzten helfen zu können.

13 PAULs für Kathmandu

Auch die Versorgung mit sauberem Wasser wird zunehmend zum Problem. Die Zahl der Wasserfilter vom Typ PAUL, die mit den Hilfsgütern über action medeor an das Krankenhaus der Shanti Leprahilfe in Kathmandu wurde auf 13 erhöht. Dank der bereits gespendeten und bei action medeor in Tönisvorst eingelagerten PAULs, konnte das HDL auch die zusätzlichen zehn PAULs bereitstellen.

Leben zwischen Trümmern

Die Soforthelfer unseres Partners Help sind auf ein Dorf östlich von Kathmandu getroffen, das sehr stark vom Erdbeben betroffen ist und dessen Bewohner dringend Hilfe benötigen. Das Dorf Thulo Sirubari im Distrikt Sindhupalchok besteht aus mehreren kleinen Siedlungen mit etwa 1.000 Haushalten. Hier wurden vor allem Stein-/Lehmhäuser in traditioneller Bauweise durch das Erdbeben fast komplett zerstört. Die Bewohner leben inmitten von Trümmern.

Das Dorf liegt einige Kilometer von der Hauptstraße entfernt und ist zum Glück noch über eine unbefestigte Straße zu erreichen. Die Bewohner von Thulo Sirubari haben bisher noch keine Hilfe von der Regierung oder anderen Hilfsorganisationen erhalten, sind aber unbedingt darauf angewiesen.

Wiederaufbau für ein ganzes Dorf

In Zusammenarbeit mit einer lokalen Partnerorganisation kann in Kürze mit der Verteilung von 800 Sets für Notunterkünfte in Thulo Sirubari begonnen werden. Die Beschaffung von Plastikplanen und Seilen ist bereits in vollem Gange. Weiterhin ist die schnellstmögliche Verteilung von Nahrungsmittelpaketen geplant. Damit die Menschen sich selbst helfen können, werden Gerätschaften zur Beseitigung von Schutt und Trümmern bereitgestellt.

Bitte spenden Sie jetzt!

Helfen Sie den Menschen in Nepal! Überweisen Sie bitte Ihre Spende für die Lions-Hilfe des MD 111 auf das Konto des Hilfswerks der Deutschen Lions e.V. (HDL):

Stichwort „Nepal Erdbebenhilfe"

IBAN: DE83 5019 0000 0000 3005 00,

BIC: FF VBD EFF

Katastrophe in Nepal - erste Helfer unserer Partner vor Ort

Bild: Navesh Chitrakar/ Reuters, weitere Bilder: Help und Danish Siddiqui / Reuters

(29.04.2015) Nach dem Erdbeben am vergangenen Samstag ist die Zahl der Opfer auf über 5.000 Tote gestiegen. Es wird befürchtet, dass es doppelt so viele Opfer gegeben hat.

Das Auswärtige Amt bemüht sich derzeit um die Aufklärung des Schicksals von etwa 100 vermissten Deutschen. Ein deutsches Opfer ist Lions-Mitglied, der Göttinger Professor Dr. Matthias Kuhle (67), der durch einen Steinschlag tödlich verletzt worden war. Er war mit Studenten auf einer Exkursion in Nepal. Das gab die Uni-Präsidentin Dr. Ulrike Beisiegel bekannt.

Auf der Flucht vor neuen Gefahren

Die Zahl der Verletzten gibt das UN OCHA Büro in Nepal mit bislang 10.000 an. Zehntausende Menschen verlassen das Kathmandu-Tal, auf der Suche nach Nahrung, Wasser und medizinischer Hilfe und um bei ihren Familien in nicht vom Beben betroffenen Regionen Schutz und Hilfe zu suchen. Insgesamt sind mindestens 8 Millionen Nepalesen direkt vom Erdbeben betroffen. Dhading und Gorkha nahe des Epizentrums sind die am meisten betroffenen Distrikte, dort sind mehr als 80% der medizinischen Einrichtungen zerstört.

Danke für fast 45.000 Euro!

Auf dem Spendenkonto des Hilfswerks der Deutschen Lions sind inzwischen Spenden in Höhe von 44.345 Euro eingegangen. Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern action medeor und Help, ist schon jetzt Lions-Hilfe in Nepal angekommen.

Nothilfeeinsätze unserer Partner - Help ist vor Ort

Help hat ein sechsköpfiges Rettungsteam vor Ort, dass gemeinsam mit zwei Rettungshunden am 27.04.15 abends in Kathmandu gelandet ist. Durch den engen Luftraum und weitere Nachbeben kam es zu Verzögerungen. Ihr Lager hat das Team zunächst am Flughafen aufgeschlagen. Das Team konzentriert sich momentan auf die Suche nach Überlebenden sowie die Bergung von Toten und Verletzten in den stark zerstörten Ortschaften außerhalb Kathmandus. Die Dörfer sind zum Teil von der Außenwelt abgeschnitten und nur sehr mühsam auf dem Landweg zu erreichen.
Seit gestern sind zwei Nothilfekoordinatoren vor Ort, die sich zunächst einen Überblick über die Lage zu verschaffen versuchen. Geplant sind zunächst Cash-for-work Maßnahmen für Betroffene in Form von Barunterstützungen für geleistete Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten. Im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe, werden Betroffenen so direkt in die Hilfsmaßnahmen integriert und werden durch den kleinen Zuverdienst dazu befähigt, ihre Notsituation aus eigener Kraft mit zu verbessern.

action medeor plant zentrale Medikamentenverteilerstelle und den Einsatz von PAULs

Auch die medizinische Soforthilfe und Soforthilfemaßnahmen durch action medeor haben das Katastrophengebiet schon erreicht.„Wir stehen in engem Kontakt mit unseren Partnern in Nepal“, sagt Bernd Pastors, Vorstandssprecher von action medeor, „die Medikamente werden knapp, die Lebensmittel reichen nicht mehr lange und die Wasserversorgung ist zusammengebrochen.“
Seit vergangenem Samstag, so die Mitteilung von action medeor, werden Medikamente für die Erdbebenopfer gepackt. Hilfssendungen zur medizinischen Erstversorgung sind inzwischen in Kathmandu angekommen. „Wir haben bereits vier Tonnen an Hilfsmaterial auf den Weg gebracht, weitere Hilfssendungen werden gepackt“, so Pastors. „Für das Shanti Sewa Griha - Krankenhaus in Kathmandu von der Shanti Leprahilfe haben wir heute Morgen eine große Sendung auf den Weg gebracht. Dabei sind auch PAULs - Portable Aqua Unit for Lifesaving -, große Wasserfilter, um die Menschen mit trinkbarem Wasser zu versorgen.“ Das Krankenhaus ist unbeschädigt geblieben und jetzt eine Anlaufstelle für die vielen Verletzten.

action medeor plant angesichts der gewaltigen Zerstörungen eine Medikamentenverteilerstelle in Nepal einzurichten, um seine Partner noch schneller mit medizinischen Hilfsgütern zu versorgen. „Wir fürchten, dass das Land beim Wiederaufbau langfristig Hilfe braucht. Jetzt ist es auch sehr wichtig, die schwer zugänglichen Regionen zu erreichen, um dort die Erdbebenopfer medizinisch zu versorgen.“

 

Bitte spenden Sie jetzt!

Helfen Sie den Menschen in Nepal! Überweisen Sie bitte Ihre Spende für die Lions-Hilfe des MD 111 auf das Konto des Hilfswerks der Deutschen Lions e.V. (HDL):

Stichwort „Nepal Erdbebenhilfe"

IBAN: DE83 5019 0000 0000 3005 00,

BIC: FF VBD EFF

Schweres Erdbeben in Nepal - Lions helfen!

(27.04.2015) Am Samstagmorgen den 25.04.2015 erschüttert ein heftiges Erdbeben der Stärke 7,8 den Himalaya-Staat Nepal. Das Beben ist im ganzen Land zu spüren – auch in den Nachbarländern Indien, China, Bangladesch und Pakistan erzittert die Erde.

Die Menschen versuchen sich ins Freie zu retten – aber vielerorts werden sie unter den Trümmern ihrer Häuser begraben. Über 2.400 Menschen sterben. In den unwegsamen Regionen des Gebirgsstaats ist die Zahl der Vermissten und Verletzten noch nicht absehbar. In den Armenvierteln Kathmandus treffen die verheerenden Zerstörungen die Ärmsten der Armen. Heftige Nachbeben verschlimmern die Situation und lassen die Opferzahl weiter steigen.

Das Beben ist seit Jahrzehnten das schlimmste in der Region.

Viele Menschen haben alles verloren, ihr Hab und Gut ist verschüttet. Medizinische Soforthilfe sowie Nahrung, Trinkwasser und Güter des täglichen Bedarfs werden dringend gebraucht.

Unsere Partnerorganisationen Help und action medeor entsenden jetzt unmittelbar Mitarbeiter in die Regionen um die schnelle Soforthilfe zu koordinieren und mit medizinischen Notfall- und Lebensmittelpaketen erste Hilfe für die Opfer zu leisten. Jede Stunde zählt!

Stimmen von action medeor...

„Unsere Mitarbeiter im Medikamentenlager haben das ganze Wochenende durchgearbeitet“, sagt Bernd Pastors, Vorstandssprecher von action medeor. „Wichtig ist, dass die Verletzten schnell versorgt werden.“ Insgesamt stellt action medeor vier Tonnen an Hilfsgütern zur medizinischen Erstversorgung der Erdbebenopfer bereit. „Weitere Hilfssendungen sind angesichts der gewaltigen Zerstörungen geplant“, so Pastors. „Viele Gebiete sind in dem Gebirgsstaat nur schwer zu erreichen, und wir können das ganze Ausmaß der Katastrophe noch nicht überblicken.“

und Help:

 „Help hat langjährige Erfahrung in Katastropheneinsätzen, insbesondere nach großen Erdbeben wie in Pakistan 2005 und Haiti 2010. Unsere Einschätzung, dass internationale Hilfe dringend benötigt wird, wurde durch das Hilfeersuchen der nepalesischen Regierung nun bestätigt. Help ist zur schnellen Umsetzung von Nothilfemaßnahmen dringend auf Spenden angewiesen.“ (Karin Settele/ Geschäftsführerin)

 

An dieser Stelle werden wir die Informationen über die Hilfsmaßnahmen in Nepal stetig aktualisieren!

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Jahresgeschäftsbericht online!

Blättern Sie durch ein Jahr Lions-Projekte in der Online-Broschüre "HDL-Jahresgeschäftsbericht 2015!

Lions für "Refugee Guide"

(07.03.2016) Lions verteilen 76.500 mal praktische Orientierungshilfe für Flüchtlinge...

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(26.02.2016) Zum sechsten Mal in Folge engagieren Lions sich auch 2016 mit einem großen...

Nepal: Wiederaufbau startbereit

(17.02.2016) Immer noch verzögern sich die Hilfsmaßnahmen in Nepal, für den Häuserbau ist aber...

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