Lions-Häuser auf den Philippinen

Eine ganze Siedlung konnte dank der Spenden der deutschen Lions gebaut werden.

Über drei Jahre nach dem verheerenden Taifun auf den Philippinen sind die Menschen noch immer mit dem Wiederaufbau beschäftigt. Mit dem Partner "Habitat for Humanity" (HfH) beiteiligten die deutschen Lions sich an einem der größten Wiederaufbauprogramme, in den am schwersten betroffenen Regionen. Insgesamt hat HfH sich das Ziel gesteckt 30.000 neue und sturmsichere Häuser wieder aufzubauen, sicherer und besser als die, die bei dem Sturm vollständig zerstört wurden.

Lions schenken 50 Häuser

Nicht nur die Bauarbeiten auch die Klärung von Landrechten, die Einbindung der Regierung und der Kommunen und Behördern beansprucht Zeit und Mühe. Der Wiederaufbau der Häuser ist Teil eines nachhaltigen und umfassenden Programms, das auch Schulungen, Bildung und Existenzaufbau der betroffenen Familien umfasst.

Die Bilder von Ende des Jahres 2016 zeigen die Siedlung, die mit rund 4.500 Euro je Haus aus Lions-Spenden finanziert wurde.

Herzlichen Dank an alle, die dieses Projekt unterstützt haben!

Sanierung und Erweiterung der Tagdon Elementary School

Hier ist kein Unterricht möglich, die Tagdon Elementary School wurde vom Taifun stark beschädigt. (Foto: Privat)

Die Philippinen wurden in den vergangenen Jahren von drei Taifunen heimgesucht, der schwerste und wohl bekannteste war Taifun „Haiyan“ im Jahr 2013. In der Provinz Sorsogon wurde die für 250 Schüler ausgelegte Tagdon Elementary School (TES) stark beschädigt und befand sich in einem erbärmlichen Zustand als die Eheleute Dr. Peter Koslowsky, Mitglied im Lions Club Voerde und seine Frau Dr. Marlene Ruth Hermo Koswlowsky, das Heimatland der Ärztin zuletzt besuchten. Nach vielen erfolgreichen Schulprojekten auf den Philippinen, war für das Medizinerpaar bald klar: Hier müssen Lions helfen!

Erfolgreiche Spendensammlung des LC Voerde

Schon bald hatten sie mit dem LC Voerde über 12.000 Euro zusammen gebracht und konnte vom HDL mit rund 45.000 Euro aus zweckgebundenen Mitteln zur Beseitigung der Taifunschäden auf den Philippinen unterstützt werden. Dazu erhöhte der Lions Club Voerde seinen Anteil nochmal um 13.000 Euro und das Vorhaben konnte zusätzlich, und dank der Beteiligung der philippinischen Lions in Bulan, noch einmal mit Mitteln der Lions Clubs International Foundation (LCIF) in Höhe von rund 74.000 Dollar bezuschusst werden.

Da der Bedarf für die Sanierung der Schule damit nur notdürftig gedeckt war, wurde in einem nächsten Schritt über das HDL ein Förderantrag an das Bundesministerium für wirtschaftlich Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gestellt. In enger Zusammenarbeit mit dem HDL, konnten der LC Voerde und das Ehepaar Koslowsky sich Ende 2015 schließlich über die Förderzusage von rund 420.000 Euro freuen.

Die Spenden wurden vervielfacht!

Mit einem Gesamtvolumen von rund 560.000 Euro kann in Tagdon der gesamte Schulkomplex saniert werden, sowie ein Mehrzweckschulgebäude und eine Aula, die auch als Sporthalle und Notunterkunft genutzt werden kann. Auch für den Katastrophenfall wurde vorgesorgt. Die Anlage wird nun durch eine Flutmauer geschützt und das Gelände mit einer Drainage ausgestattet. Für die Hygiene und die optimale Versorgung der Schülerinnen und Schüler wurden außerdem Sanitäranlagen für jedes Schulgebäude gebaut und ein Brunnen angelegt.

Für Bildung und eine bessere Zukunft

Durch die gemeinsamen Bemühungen, eine Idee und deren Unterstützung durch die Lions und die Hilfe des HDL wird jetzt eine bessere Zukunft und Bildung unter verbesserten Bedingungen für die Kinder in der Provinz Sorsogon ermöglicht! Aus knapp 12.000 Euro wurden dank LCIF und BMZ mehr als eine halbe Million Euro!

Vielen Dank an alle Spender für dieses Projekt und die Katastrophenhilfe nach dem Taifun „Haiyan“!

Ein neues Zuhause für Familien der Gemeinde Bantayan

Nach Abschluss der Arbeiten entsteht ein ganzes Dorf neu, wo vorher nur Trümmer waren. (Bild: HfHD)

Mit unserem Kooperationspartner Habitat for Humanity  haben Lions vielen Menschen in der Katastrophenregion auf den Philippinen ein neues Zuhause gegeben. Die Bevölkerung auf der Insel Bantayan über die der Taifun Haiyan mit aller Macht hinwegzog, lebt in kleinen Gemeinden in Küstennähe und ist sehr stark von der Fischerei und Landwirtschaft für den Lebensunterhalt abhängig. Die Begünstigten des Projekts sind Familien, deren Häuser durch den verheerenden Sturm zerstört wurden. Nach dem Sturm waren die betroffenen Familien entweder in Zwischenlagern untergebracht, haben sich notdürftig eine Unterkunft errichtet oder lebten auf engstem Raum bei Angehörigen.

Besser wieder aufgebaut

Die zerstörten Häuser waren nicht mehr zu retten und der Neubau nach dem Motto "build back better" (besser wiederaufbauen)  wurde von unserer Partnerorganisation Habitat for Humanity in enger Zusammenarbeit mit lokalen Verantwortlichen geplant. Aufgrund der immer wiederkehrenden Wirbelstürme und Erdbeben baut Habitat for Humanity auf den Philippinen Häuser, die bis zur Stufe neun der Mercalli Intensitätsskala erdbebensicher sind und Windstärken bis mind. 275 km/h Stand halten. Die Häuser sind keine Übergangshäuser sondern für den dauerhaften Gebrauch geeignet. Ein übergeordnetes Ziel von Habitat for Humanity, die schon seit 25 Jahren auf den Phlippinen tätig sind, ist den Gesamtsektor „Wohnen“ dort langfristig aufzubauen. Das Hausdesign wurde auf Ministerial- und Kommunalebene diskutiert und abgesegnet. Die Wände der Häuser sind sowohl von innen als auch von außen mit Zement verputzt und erhalten einen kompletten Anstrich. Die Fenster sind mit einem Aluminiumrahmen versehen und erhalten Glasjalousienfensterscheiben. Das Metalldach ist extrem stabil und sturmbeständig. Durch ein nach allen vier Seiten geneigtes Dach bietet es Stürmen weniger Angriffsfläche.

50 mal ein neues Zuhause

Mit der Finanzierung von insgesamt 50 Häusern dieser nachhaltigen Bauart haben Lions die Arbeit von Habitat for Humanity auf den Philippinen unterstützt! 250 Menschen erhalten so ein neues Heim.

Vielen Dank allen Spenden für die Katastrophenhilfe der Lions auf den Philippinen!!

Wiederaufbau nach Haiyan: Hilfe für Familien und Kinder

Die zerstörte Fischzucht nach dem Taifun.
Die Fischzucht wurde bereits mit Lions-Unterstützung wieder aufgebaut. (Bilder: Help)

(16.10.2014) Die deutschen Lions unterstützen die vom Taifun Haiyan betroffene Familien auf den Philippinen. Die Wiederaufbauprojekte starten an der Küste der besonders vom Tropensturm verwüsteten Insel Leyte. Dort werden die Lebensgrundlagen für die Bevölkerung wiederhergestellt, so dass die Menschen wieder ein Einkommen verdienen und ihre Familien ernähren können.

Die Küsten wurden besonders stark getroffen

Die Projektregion Leyte ist eine der ärmsten Provinzen der Philippinen. Die fast zwei Millionen Menschen auf der Insel leben vor allem von der Landwirtschaft sowie der Forstwirtschaft und der Weiterverarbeitung pflanzlicher Produkte. An der Küste Leytes ist Fischerei der wichtigste Einkommenszweig, Tourismus ist in einigen Gegenden ebenfalls ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Bevölkerung.

Die Küste der Insel Leyte ist dicht besiedelt. Dort leben die Menschen in den Dörfern zumeist vom Meer. In den artenreichen Gewässern des philippinischen Archipels fangen sie Fische und Meerestiere, von deren Verkauf sie leben. Viele ihrer kleinen Fischerboote wurden beim Taifun losgerissen, sie zerschellten oder wurden stark beschädigt.

Einkommensmöglichkeiten wiederherstellen: Fischer erhalten Hilfe

In kleinen Küstensiedlungen werden vom Taifun beschädigte Boote repariert und und von der Fischerei lebende Arbeiter mit neuen Netzen, Außenbordmotoren und Arbeitsmaterial ausgestattet. Vereinzelte Familien, die alles verloren, werden auch mit neuen Fischerbooten ausgestattet. Auch eine Fischzucht wurde bereits wieder aufgebaut.                    

Wiederaufbau von Schulen

Neben den Maßnahmen zur Sicherung des Lebensunterhalts für Fischer werden Schulen und Tageseinrichtungen für Kinder wieder aufgebaut . Etwa 6.000 Menschen profitieren davon.

Philippinen: Mini-Apotheken und Existenzsicherung

Geplante „Livelihood-Maßnahmen“ sollen den Menschen helfen, eine Existenzgrundlage aufzubauen.
Mini-Apotheken versorgen die ländliche Bevölkerung mit Medikamenten und leisten Gesundheitsberatung.
PAUL wird in einem Waisenhaus angeliefert, sehr zur Freude der Kinder und der betreuenden Schwestern.
Die aktuell eingehenden Gelder werden zeitnah und sinnvoll zur Finanzierung der überall im Land dringend nötigen Hilfsmaßnahmen eingesetzt. (Fotos:action medeor, Sherick Elcamel)

(29.01.2014) Der beim HDL eingegangene Spendenstand liegt bei stolzen 850.000 Euro. Nach den Aufräum- und Versorgungsarbeiten der letzten Monate stehen nun längerfristige Maßnahmen nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ im Vordergrund. So genannte Mini-Apotheken und Maßnahmen zur Schaffung von Existenzgrundlagen spielen hier eine große Rolle.

Auch drei Monate nach Taifun Haiyan sind die Schäden noch immer unübersehbar. Tausende Menschen kamen ums Leben, ganze Landstriche wurden zerstört. Noch immer läuft die Aufräum- und Aufbauhilfe. Daneben unterstützen Lions nun - dem Bedarf der Menschen entsprechend - auch die Gesundheitsversorgung und die Schaffung von Existenzgrundlagen.

Lions unterstützen Mini-Apotheken

Die Verbesserung der Gesundheitsversorgung vor allem für die Landbevölkerung funktioniert auf den Philippinen maßgeblich mit Hilfe so genannter Mini-Apotheken. Bereits in den vergangenen Jahren wurden solche Gesundheitsstationen in entlegenen Gebieten errichtet, die zu günstigen Preisen essentielle Arzneimittel, Antibiotika, Verbands- und Sanitätsmaterial anbieten. Viele der Koordinatoren dieser Apotheken sind auch ausgebildete Gesundheitshelfer und können die Kunden auch über die Produkte hinaus in wichtigen Gesundheitsthemen beraten und aufklären.

Der Taifun hat viele Mini-Apotheken zerstört. Lions unterstützen nun den Wiederaufbau von zirka 10 Mini-Apotheken.

Existenzgrundlagen schaffen

Der Sturm hat vielen Menschen auch ihre Einkommensmöglichkeiten genommen. Daher sind nun so genannte „Livelihood-Maßnahmen“ wichtig, die Menschen helfen, eine Existenzgrundlage aufzubauen. Gemeinsam mit unseren Partnern planen wir derzeit solche Vorhaben im Bereich Fischerei. In den küstennahen Gebieten verloren viele Menschen, die vom  Fischfang leben, über Nacht ihre Lebensgrundlage. Nun erhalten sie je nach Bedarf neue Ausrüstungsgegenstände wie zum Beispiel Bootsmotoren, Boote oder Unterstützung beim Bau von Stegen.

Spenden Sie „Sauberes Wasser“!

Ein wichtiges Thema ist natürlich auch in den Katastrophenregionen auf den Philippinen die Versorgung mit trinkbarem Wasser. Für die mobile und unmittelbare Versorgung ist Wasserfilter PAUL (Portable Aqua Unit for Lifesaving) nach wie vor im Einsatz. Dank der „Vorratshaltung“ konnten 145 von Lions finanzierte PAULs schnell und unbürokratisch zur Verfügung gestellt werden. Sie filtern über 170.000 Liter trinkbares Wasser täglich. Zehn PAULs wurden allein mit unserem Partner action medeor auf den Inseln Panay und Leyte installiert. In jedem Barangay (Stadtviertel/Dorf) sind nun kleine sogenannte People’s Organizations für die Handhabung der PAULs verantwortlich und wurden in der Handhabung der PAULs trainiert.
Über den Partner Don Bosco in Cebu werden 8 weitere PAULs an Schulen ausgegeben. Kinder sind am anfälligsten für Durchfallerkrankungen und profitieren daher besonders von sauberem Trinkwasser.

Was passiert als nächstes?

Seit dem Spendenaufruf vor drei Monaten sind beim HDL über 850.000 Euro eingegangen. 100.000 Euro gingen zunächst als Soforthilfe an unseren Partner action medeor und weitere 75.000 Euro an Help e. V. Mit weiteren Hilfsflügen bringen sowohl Help, action medeor, die Welthungerhilfe, die deutschen Johanniter wie auch Privatpersonen in Eigenregie Hilfsgüter auf die Philippinen.

Die aktuell eingehenden Gelder werden zeitnah und sinnvoll zur Finanzierung der überall im Land dringend nötigen Hilfsmaßnahmen eingesetzt. Wir halten Sie auf dem Laufenden!

Medizinische Soforthilfe für die Opfer des Taifuns

Hilfsgüter müssen verpackt und transportiert und anschließend wieder verteilt werden. (Foto: Reuters)

(20.11.2013) Die Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten für die Opfer des Taifuns ist das dringendste Anliegen der Helfer vor Ort. Mit den Spenden, die das HDL erreichen, wird zunächst die dringende Soforthilfe unterstützt.

Lions spendeten bereits über 358.000 Euro für die Soforthilfe

action medeor bringt Notfallpakete in das Krisengebiet, darunter Schmerzmittel, Antibiotika, Wasserentkeimungstabletten und alles, was bei chirurgischen Eingriffen benötigt wird. Weitere Hilfe wird derzeit unter Hochdruck in Tönisvorst gepackt und zum Versand fertiggestellt. action medeor hat direkten Kontakt zu Betroffenen und Gesundheitseinrichtungen im Katastrophengebiet. Schwester Raphaela Händler OSB schrieb an action medeor in einer E-Mail, dass das Divine Word Hospital der Missionsbenediktinerinnen das einzige Krankenhaus in Tacloban sei, das noch Patienten versorgen kann und daher dringend Hilfe benötigt. „Es fehlt an allem: Wasser, Strom, Medikamenten und Lebensmitteln“, schreibt die Benediktinerschwester.

Lions stellten 50.000 Euro sofort zur Verfügung

Seit dem ersten Spendenaufruf am Montag, den 11. November durch das Hilfswerk der Deutschen Lions e.V. (HDL) und den Governorratsvorsitzenden von Lions Clubs Deutschland, Udo Genetsch, wurden bereits mehr als 140.000 Euro gespendet. Das HDL hat action medeor davon spontan 50.000 Euro zur Verfügung gestellt, um die medizinische Soforthilfe zu unterstützen. Bereits am Abend des 9. November hat das größte Medikamentenhilfswerk Europas einen Hilfsflug von I.S.A.R. (International Search and Rescue) mit einem Team von Krankenschwestern und Ärzten an Bord, mit einem Notfallkit zur Versorgung von rund 3.000 Menschen mit Schmerzmitteln, Antibiotika, Verbandsstoffen und chirurgischem Besteck ausgestattet. Für die Opfer des Taifuns Haiyan auf den Philippinen stellen die deutschen Lions Clubs außerdem 125 Wasserfilter vom Typ PAUL (Portable Aqua Unit for Lifesaving ) zur Verfügung.

Das Ausmaß ist noch nicht abzusehen

Es gibt viele Tote, immer noch ungezählt, und zahllose Verletzte müssen dringend medizinisch versorgt werden. "Die Not ist sehr groß und noch wissen wir nicht, wie es im Hinterland aussieht. Wir rechnen mit dem Schlimmsten. Es geht jetzt um Schnelligkeit, aber auch um zeitgleiche professionelle Abstimmung mit den anderen Helfern", bekräftigt Helps Nothilfekoordinator Berthold Engelmann heute.

Spenden werden weiter dringend gebraucht:

  • Mit 30 Euro kann die medizinische Erstversorgung für 5 Kinder finanziert werden.
  • Mit 50 Euro können Sie ein Überlebenspaket für eine 5-köpfige Familie mit Lebensmitteln für eine Woche finanzieren.
  • Eine elektrische Wasserpumpe kostet 100 Euro.

125 Wasserfilter PAUL

Immer noch gibt es heftige Regenfälle, die Aufräumarbeiten und Hilfsmaßnahmen werden erschwert (Foto: Reuters)
35 PAULs gehen in die Katastrophenregion (Foto: HDL)

(15.11.2013) Die Lage auf den Philippinen spitzt sich weiter zu. Der Sturm ist vorübergezogen und hat eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Die Medien berichten über Plünderungen und chaotische Verhältnisse in den teilweise völlig zerstörten Städten und Ortschaften. Es fehlt an fast allem, vor allem aber an der grundlegendsten Versorgung.

Der Wasserfilter PAUL, entwickelt von Forschern an der Universität Kassel, steht für die Versorgung mit dem wichtigsten Lebensmittel überhaupt - Wasser.

Mit PAUL bis zu 168.000 Liter Trinkwasser Wasser für die Philippinen täglich

Das Hilfswerk der Deutschen Lion e.V. (HDL) bringt gemeinsam mit action medeor, der Welthungerhilfe und der Hilfsorganisation Help - Hilfe zur Selbsthilfe sowie einigen Lions, die sich privat vor Ort einsetzen insgesamt 125 Wasserfilter vom Typ PAUL auf die Philippinen.

84 PAULs werden am kommenden Montag von der Welthungerhilfe im Lager bei action medeor in Tönisvorst und an der Uni Kassel abgeholt und für den Versand auf die Philippinen vorbereitet. Der genaue Termin für den Hilfsflug wird noch veröffentlicht. Reinhold Hocke, HDL-Hilfsperson für PAUL, wird den Abtransport in Kassel persönlich begleiten.

20 PAULs werden mit Help Nothilfekoordinator Wolfgang Nierwetberg nach Cebu geflogen. Dort kümmert sich Help zusammen mit dem lokalen Partner, der Springboard Foundation, um die Verteilung. Weitere 15 PAULs werden von den Johannitern begleitet. Beide Organisationen werden die Filter zusammen mit weiteren dringend benötigten Hilfsgütern, medizinischem Material und Lebensmitteln auf einem gemeinsamem Hilfsflug des Bündnisses "Aktion Deutschland hilft" voraussichtlich Ende der kommenden Woche auf die Philippinen bringen.

Sauberes Wasser auch für die Menschen im schwer erreichbaren Hinterland

Die Wasserfilter sollen von Cebu aus in Orte gebracht werden, in denen die Infrastruktur zusammengebrochen ist und Not an sauberem und trinkbarem Wasser herrscht. Die 20 Kilo schwere Anlage ist leicht zu transportieren, kann täglich bis zu 1.200 Liter Wasser filtern und über 200 Menschen versorgen. Daneben wird auch Notfallnahrung in die Region entsendet. Weitere Hilfsgüter wie Hygieneartikel und Baumaterial werden in den Philippinen eingekauft.

Lions für PAUL - eine Erfolgsgeschichte

Die PAULs wurden aus den Lagerbeständen der Lions bei action medeor als Sachspenden bereitgestellt. Über die letzten Jahre haben sich Lions Clubs in ganz Deutschland für sauberes Wasser mit PAUL eingesetzt und für rund 200 Geräte gespendet, die für den Notfall im Lager bei action medeor bereitgehalten wurden. Weitere 200 PAULs sind bereits weltweit im Einsatz. Vielen Dank an alle Spender der letzten Jahre!

HDL-Vorstandssprecher Prof Dr. Jörg-Michael Kimmig sagte heute: "Schon bei den Choleraausbrüchen in Haiti hat sich der Einsatz des PAULs bewährt. Jetzt wird trinkbares Wasser in den zerstörten Städten und Dörfern dringend gebraucht. Die Anlage ist unkompliziert einsetzbar und aufgrund ihrer leichten Tragbarkeit für schwer zugängliche Gebiete bestens geeignet."

Laden Sie hier die Pressemitteilung:
"PAULs für die Opfer des Taifuns auf den Philippinen"

Lions-Hilfe für die Philippinen

Der Taifun erreichte teilweise einen Durchmesser von ca. 600 km (Foto: Reuters)

(11.11.2013) Taifun Haiyan hinterlässt Verwüstung und Chaos

Mit über 350 Stundenkilometern zog am Freitag den 08.11. ein riesiger Wirbelsturm über die Philippinen hinweg, der unvorstellbare Zerstörung anrichtete.
Bis zu 90 Prozent der Häuser sind von Sturm und Flutwellen völlig vernichtet worden.

Stärkster Sturm seit Menschengedenken - zahllose Opfer

Die Zahl der obdachlos gewordenen Menschen wird auf über 9 Millionen geschätzt. Inzwischen ist – allein in der Provinz Leythe – von über 10.000 Toten die Rede. Das ganze Ausmaß der Katastrophe ist noch schwer abzuschätzen, da viele Ortschaften kaum erreichbar sind. Flughäfen und Straßen sind durch umgestürzte Bäume, Trümmer und Schutt blockiert, was die Hilfe weiter erschwert.

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Video aus Tacloban

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