Lions helfen - Wasserversorgung für Waisenhaus gesichert

Der wichtige Brunnen konnte nun fertiggestellt werden. Wasserleitungen und Strom sichern die Versorgung des Waisenhauses. (Foto: MAGIF)

25 Ebola-Waisenkinder können nun in Liberia ein Heim beziehen, das ihnen ein Zuhause bietet und wo sie auf dem Weg in eine bessere Zukunft begleitet werden. Dank Spendengelden aus Restmitteln der Lions-Ebolahilfe und dem Projekt „Wasser ist Leben“ konnte die Wasser- und Stromversorgung installiert werden und damit der Stop des Projekts verhindert werden.

Vorgeschichte: Lions-Hilfe in Liberia

In der Akutphase der Ebola in Liberia unterstützten Lions-Spenden die Arbeit der GERLIB-Klinik in Liberia. Durch das Medikamentenhilfswerk action medeor begleitet, wurden zwei Fahrzeuge und einige der täglich vielfach benötigten und teuren Schutzanzüge finanziert. Die gebürtige Meckenheimerin und Ärztin Magret Gieraths-Nimene schilderte damals für das Hilfswerk der Deutschen Lions in einem Telefon-Interview (erscheinen im LION 12/2014) eindrucksvoll den Alltag in der Ebola-Klinik und die menschlichen Tragödien, die hinter jedem einzelnen Patienten stehen. Inzwischen gilt die Ebola in Liberia als besiegt, doch viele Kinder verloren durch die Ebola ihre Eltern und wachsen nun bei Ziehfamilien auf. Oft mangelt es diesen Ziehfamilien selbst an allem und sie können den Ziehkindern aus eigener Kraft nicht viel mehr bieten als eine Unterkunft. Ein sicheres und liebevolles Zuhause, in dem sich um ihre Ausbildung und ihre Zukunft gekümmert werden kann, finden die Waisenkinder leider oft nicht.

Wichtige Wasserversorgung sichergestellt

Um den Kindern ein Zuhause zu geben, veranlasste die Margret Gieraths-Nimene Foundation (MAGIF) mit Unterstützung der liberianischen Regierung (Ministry of Health & Social Welfare) und verschiedener Geber aus dem Ausland den Bau eines Waisenhauses. Kurz vor Fertigstellung sprang jedoch ein Geber ab und die Installation der Wasser- und Stromversorgung konnte nicht finanziert werden. Marget Gieraths-Nimeme wandte sich um Hilfe an die Lions.
Lions unterstützten aus Restmitteln der Ebola-Spenden und aus Spenden für „Wasser ist Leben“ den Bau und die Installation eines Brunnens und einer Solaranlage mit Pumpe. In dem fertigen Bau werden nun 25 Mädchen, deren Eltern der Ebola zum Opfer fielen, ein Zuhause finden.

Eindrucksvolles Engagement gefördert durch Lions

Margret Gieraths-Nimene gründete schon 2009 das GERLIB COMMUNITY CENTER für Kinder in Liberia, denen ihr Zuhause weder ausreichend Nahrung noch ein kindgerechtes Leben bieten kann. Zur Zeit werden dort 61 Kinder im Alter von zwei bis 13 Jahre unterrichtet , können spielen, basteln und positives soziales Verhalten lernen. Sie berichtete, dass damals manch eines dieser Kinder während des morgendlichen Unterrichts aufgrund von Hunger kollabierte. Seit 2015 finanziert die Welthungerhilfe das Nahrungsprogramm im GERLIB COMMUNITY CENTER, so dass die Kinder zumindest eine Mahlzeit am Tag erhalten. Häufig müssen die Kinder, nachdem sie abends zu ihren Familien zurückkehren, noch arbeiten oder schon frühmorgens bei der Nahrungszubereitung oder der Vorbereitung von Waren für den Markt mitarbeiten.

Für eine bessere Zukunft

Der engagierten Ärztin ist nach eigener Aussage schmerzlich bewusst, dass sie nicht allen Kindern Liberias helfen kann. Doch sie möchte zumindest einigen Kindern ein Aufwachsen in Würde ermöglichen. Und die Erfahrung früherer Unterstützung, die sie bereits seit 1983 für Kinder in Liberia leistet, gibt ihr Recht. Diese Kinder konnten eine Schulbildung genießen und wurden damit in die Lage versetzt, einen Beruf zu ergreifen und ein Einkommen zu haben, mit dem sie sich und ihre Familien ernähren und in eine bessere Zukunft sehen können.

Herzlichen Dank an alle Spender für „Wasser ist Leben“ und
die Lions-Katastrophenhilfe!

Lions-Hilfe im Kampf gegen Ebola in Liberia

Das Fahrzeug für die Quarantänestation ist ständig im Einsatz. (Foto: action medeor)

In einem dramatischen Appell der liberianischen Botschafterin in Deutschland, Ethel Davis, auf einer Pressekonferenz des Lions-Partners action medeor wurde in einem Satz die Dringlichkeit zur Unterstützung des Kampfes gegen Ebola deutlich: „Ebola tötet, mein Volk stirbt.“

Extrem schwierige Bedingungen

Die Situation auf einer Ebola-Quarantänestation in Liberia beschrieb die Klinikleiterin Margret Gieraths-Nimene eindrucksvoll in einem Interview in der Mitgliederzeitschrift LION (12/2014). Die geborene Meckenheimerin arbeitet seit 1985 in Liberia: „Unter diesen extrem schwierigen Bedingungen zu arbeiten, sich der Gefahr bewusst zu sein, sich eine Infektion  zuziehen zu können und das tägliche Leid zu sehen, erfordert Helfer mit starker Persönlichkeit. Aber Ebola-Patienten kann nur durch intensive Pflege und Behandlung der Symptome geholfen werden. Wenn die Krankheit rechtzeitig diagnostiziert wird und der Patient gut versorgt wird, liegt die aktuelle Überlebensrate bei 47 Prozent.“

Interview im LION 12/2014 "Ebola betrifft uns alle!"

Hilfe beim Aufbau einer Quarantäne-Station

Die deutschen Lions unterstützten gemeinsam mit action medeor den Kampf gegen Ebola mit einem Transportfahrzeug und einem Krankenwagen für die Quarantäne-Klinik in Monrovia, Liberia. Zudem wurden über 800 Einmal-Schutzanzüge zur Verfügung gestellt.

Unser Dank gilt allen Spendern für die Lions-Hilfe im Kampf gegen Ebola!

Ebola: Weiterhin Ausrüstung und Personal benötigt

Wichtige Unterstützung im Kampf gegen die tödliche Krankheit: Projekt- und Ambulanzfahrzeuge.
Täglich werden in den Isolierstationen rund 120 Schutzanzüge benötigt.
Ebola macht Kinder zu Waisen. Bilder: action medeor / ISAR Germany

(25.11.2014) Ebola bleibt weiterhin eine Gefahr für die Menschen. Weltweit steigt die Zahl der Fälle weiter. Fast 5.000 Menschen sind bereits an Ebola gestorben. Die Dunkelziffer wird in den drei am stärksten betroffenen Ländern Liberia, Sierra Leone und Guinea wesentlich höher geschätzt.

Die deutschen Lions unterstützen die Arbeit ihres langjährigen Partners action medeor in Liberia. In der Hauptstadt Monrovia wurde eine Ambulanz eingerichtet, in der rund 40 Menschen behandelt werden können.

Fahrzeuge und Schutzanzüge für die Isolierstationen

Die deutschen Lions haben ein Projekt- und ein Ambulanzfahrzeug zur Verfügung ermöglicht. Mit dem Krankenfahrzeug können täglich Verdachtsfälle aus anderen Krankenhäusern in die Isolierstationen gebracht werden; das Projektfahrzeug dient für Materialtransporte und Botengänge. Zudem wurden über 800 Schutzanzüge finanziert. Rund 11 Euro kostet ein Schutzanzug; das medizinische Personal benötigt mehrere Anzüge pro Tag, da für jedes neue Betreten der Isolierbereiche ein neuer Anzug verwendet werden muss.

Zwar stagniert in Liberia selbst die Zahl der Neuinfektionen. Aber es wird permanent weitere Hilfe benötigt. Nur durch Aufrechterhalten der Hygiene- und Behandlungsmaßnahmen können neue Infektionswellen vermieden werden.

Die liberianische Botschafterin in Deutschland, Ethel Davis, unterstützt den Appell der Hilfsorganisationen: „Ebola tötet, mein Land stirbt. Meine Landsleute brauchen dringend mehr Hilfe, es fehlt an medizinischer Versorgung, Lebensmittel werden knapp und immer teurer und das öffentliche Leben gerät aus den Fugen.“

Appell der liberianischen Botschafterin Ethel Davis, ihrem Land im Kampf gegen Ebola beizustehen (17.09.2014)

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