Hilfe nach Erdbeben und Tsunami

Archivbild, Foto: Help

In Indonesien ereignete sich am 28. September 2018 ein Erdbeben (Stärke 7,4), das in der Folge einen Tsunami auslöste, der in der Küstenstadt Palu und zahlreichen umliegenden Dörfern auf Sulawesi verheerende Zerstörungen anrichtete. Es werden mehr als 2.000 Todesopfer befürchtet, unbekannt ist bislang die Zahl der Opfer, die unter Schlamm und Trümmern begraben wurden. Über 80.000 Menschen verloren ihr Heim, insgesamt sind fast 200.000 Menschen von den Folgen der Naturkatastrophe betroffen.

Es fehlt an Allem

Die Hilfe für die Opfer soll, nach Auflagen der indonesischen Regierung, vor allem durch lokale und nationale Organisationen abgewickelt werden. Derzeit prüfen wir mit unseren Partnern, die über Strukturen vor Ort verfügen, die Zusammenarbeit zur Unterstützung konkreter Hilfsmaßnahmen. Es wird vor allem darum gehen, im Rahmen der Soforthilfe Wasser, Lebensmittel, alltägliche und medizinische Verbrauchsgüter sowie Medikamente und Notunterkünfte für Kinder, Frauen und Männer bereitzustellen. Außerdem werden Maßnahmen vorbereitet, um mit Aufräumarbeiten zu beginnen und Schutt und Schlamm zu beseitigen.

Wir halten Sie an dieser Stelle auf dem Laufenden wo Ihre Spenden konkret eingesetzt werden. Bitte helfen Sie, damit wir die Not der Menschen in Indonesien lindern können!

Update: Hilfe in Indonesien

(22. Oktober) Inzwischen haben uns neue Informationen erreicht, wie unsere Bonner Partnerorganisation Help für die Menschen in Indonesien tätig geworden ist. Nach der Katastrophe hat Help sofort Kontakt zu zwei erfahrenen indonesischen Partnerorganisationen aufgenommen, mit denen wir bereits in 2009 zusammen gearbeitet haben - nach dem Erdbeben in Padang. Die Organisationen haben sich sofort nach der Katastrophe eigenständig an Bergungsarbeiten beteiligt und Hilfsbedarfe ermittelt, an denen sich Help beteiligt.

Help konzentriert sich derzeit auf die Verteilung von Nahrungsmitteln, Shelter-Kits, Trinkwasser und Hygieneutensilien sowie den Betrieb einer offenen Versorgungsküche in Central Sulawesi. Dadurch werden die Menschen einen Monat lang mit Nahrungsmitteln versorgt und dem Ausbruch hygienebedingter Krankheiten wird vorgebeugt. Planen ermöglichen den Familien den Bau einer kleinen Notunterkunft. Zusätzlich erhalten die Familien Decken, Eimer, Taschenlampen und weitere grundlegende und notwendige Ausstattungsgegenstände.

Hilfe wird durch Logistik erschwert

Die Beschaffung der Güter stellt die lokalen Helfer vor Herausforderungen. Die Nahrungsmittel und auch die übrigen Güter müssen überwiegend im Süden der Insel in Makasar oder der Nachbarinsel Balikpapan beschafft werden und per Schiff oder Flugzeug in die betroffenen Regionen transportiert werden. Das kostet Zeit, verzögert das Erreichen der Zielgruppe und erhöht die Gefahr, dass die Unterversorgung zu Konflikten und Epidemien führt. Die Transportschwierigkeiten führen jedoch auch dazu, dass die Organisationen besser zusammenarbeiten und ihre Maßnahmen bündeln. Das spart Ressourcen, ermöglicht gute Abspracheprozesse und das gemeinsame Erreichen der Zielregionen, sodass möglichst alle Menschen zeitgleich versorgt werden.

Mit Help unterstützen wir die Menschen aktuell durch:

  • die Verteilung von Hygienepaketen, Shelterkits und Nahrungsmittelpaketen an Familien. So können die Menschen sich provisorische Unterkünfte aus Planen bauen, Hygienestandards einhalten, um den Ausbruch von Epidemien zu verhindern und sind für rund einen Monat mit Nahrungsmitteln versorgt. Inhalte der Pakete sind Eimer, Decken, Planen, Toilettenpapier, Zahnhygieneutensilien Handtücher, Seife, Shampoo, Windeln, Trinkwasser, Lebensmittel und vieles mehr.
  • den Betrieb einer offenen „Suppenküche“ zur Versorgung der Menschen mit zwei Mahlzeiten pro Tag für die Laufzeit von zunächst einem Monat. Verteilt werden Reis mit Beilage sowie Früchte und Trinkwasser.

Nahrungsmittelpaket und Trinkwasser kosten für 10 Familien ca. 220 Euro,
mit 130 Euro können 10 Hygienepakete finanziert werden.

Mit Help leisten wir im Rahmen der Nothilfe einen Beitrag um den Bedürftigsten zu helfen. Das Ziel ist jedoch die schnelle Überführung der Nothilfemaßnahmen in Wiederaufbauprojekte, um nachhaltige Hilfe zu leisten und den Familien, besonders den Kindern, schnell wieder ein geregeltes und menschenwürdiges Lebens zu ermöglichen. Darum plant Help mit uns bereits jetzt Wiederaufbaumaßnahmen. Schwerpunkt wird aller Voraussicht nach die Rehabilitierung zerstörter Wassersysteme bilden.

Jede Hilfe wird gebraucht! Unterstützen Sie die Hilfe für die Menschen in Indonesien mit Ihrer Spende:

Spendenkonto:

Hilfswerk der Deutschen Lions
Frankfurter Volksbank eG

IBAN: DE83 5019 0000 0000 3005 00 (DE83501900000000300500)
BIC: FF VBD EFF (FFVBDEFF)

Stichwort: "Indonesien"
oder mit wenigen Klicks hier online!

Lions-Erdbebenhilfe in Indonesien/Sumatra

Bei den beiden schweren Erdbeben auf der indonesischen Insel Sumatra Ende September 2009 wurden innerhalb weniger Minuten zahlreiche Existenzen zerstört. Die Beben forderten mehr als 1000 Todesopfer und etliche Verletze. Zehntausende Menschen verloren ihr Zuhause. Insbesondere die Großstadt Padang und die nördliche ländliche Umgebung waren betroffen. Ganze Bergdörfer wurden von Erdrutschen begraben. Die Katastrophe lösten bei den deutschen Lions starke Betroffenheit aus. Viele engagierten sich, um den Notleidenden zu helfen. Insgesamt gingen über 180.000 Euro beim Hilfswerk der Deutschen Lions (HDL) ein. Vor Ort setzte unser Partner Help – Hilfe zur Selbsthilfe e. V. die Hilfe um.
Projektbericht Lions-Hilfe Erdbeben Indonesien (Sumatra) 2009

Lions-Hilfe bei Erdbeben in Indonesien/Java

Am 27. Mai 2006 wurde die Insel Java in Indonesien von einem schweren Erdbeben erschüttert:Tausende von Toten und Verletzten waren zu beklagen, 1,5 Mio. Menschen wurden obdachlos. Das HDL erhielt über 45.000 € Spenden. Vor Ort setzte unser Partner CARE die Hilfe um.

Projektbericht Lions-Erdbebenhilfe Indonesien (Java)

CARE-Pakete „Hilfe zur Selbsthilfe – Einkommensschaffende Maßnahmen“

Indonesien – Hilfe für Kleinsthändler durch Mikrokredite

CARE unterstützt in Indonesiens Provinzen West-Java und Banten Kleinstunternehmer/innen durch die Vergabe von Mikrokrediten. Durch die Lions-Hilfe konnten sich Händler dort zum Beispiel mit einem Marktstand für Obst und Verbrauchsmaterialien ein selbstständiges Leben aufbauen.

Projektbericht Lions-Hilfe Mikrokredite in Indonesien

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