Feierlicher Abschluss: Verbesserung der augenmedizinischen Versorgung in allen Provinzen Kubas

Teil des Projekts: An der Escuela Especial José Marti werden blinde und sehbehinderte Kinder unter Berücksichtigung ihrer besonderen Lernbedürfnisse unterrichtet. (Foto: HDL)

Grundlage für die erfolgreiche Durchführung des Projekts war ein zwischen dem Hilfswerk der Deutschen Lions (HDL) und der internationalen Lions-Stiftung (LCIF) gechlossenes Memorandum of Understanding im Rahmen der Lions Clubs International Convention 2013 in Hamburg.

Am 08. Juli 2013 unterzeichneten PIP Dr. Wing Kun Tam, damals amtierender Vorstand der Lions Clubs International Foundation, das Abkommen über eine offizielle und kontinuierliche strategische und praktische Zusammenarbeit. Projekte, vor allem im Bereich Lichtblicke/SightFirst, sollen durch die Bündelung der Kräfte der beteiligten Partnergestärkt und wo es möglich ist, gemeinsam identifiziert, initiiert, finanziert und abgewickelt werden. Inhalt der Vereinbarung war daher nicht nur die Absichtserklärung, sich in Zukunft bei der Projektauswahl großer internationaler Hilfsprojekte abzustimmen, sondern dabei auch die durch das deutsche Lions-Hilfswerk etablierten Ko-finanzierungsmöglichkeiten gemeinsam zu nutzen. Als Pilotprojekt für die gestärkte Zusammenarbeit war die Unterstützung eines umfassenden Projekts für die Verbesserung der augenmedizinischen Versorgung in Kuba ausgewählt.

Zum feierlichen Abschluss des Projekts im November 2015 reiste eine Delegation aus Deutschland bestehend aus dem Governorratsvorsitzenden 2015/2016, Daniel Isenrich, HDL-Geschäftsführer Volker Weyel sowie Peter Schißl, Geschäftsführer der CBM nach Kuba. Aus den USA war, neben Mitarbeitern von LCIF, der internationale Präsident 2015/2015 und Vorsitzende von LCIF im Jahr 2015/2016, PIP Joe Preston mit von der Partie.

Zahlen, die überzeugen

Der langjährigen operative Projektpartner der Lions, die Christoffel-Blindenmission (CBM) hatte das Projekt vorbereitet und mit dem HDL beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) einen Zuschussantrag eingereicht. Die Zahlen überzeugen: Bei einer Eigenbeteiligung von insgesamt rund 104.244 Euro die LCIF, CBM und deutsche Lions zu gleichen Teilen übernahmen, wurde das Projekt mit einem 75%igen Zuschuss (in Höhe von rund 312.732 Euro) durch das BMZ unterstützt.

Verbesserte Vorsoge und Behandlungsmöglichkeiten für Kinder

Mit einem Gesamtvolumen von ca. 417.000 Euro konnten mit der Umsetzung des Projekts in allen kubanischen Provinzen die Augenarbeit und die klinische Ausstattung beispielhaft verbessert werden. Die Komponente Low Vision hat ihren besonderen Schwerpunkt in den westlichen Regionen Pinar del Río, Mayabeque und Cienfuegos. Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualität der von Sehbehinderung bedrohten oder betroffenen Kinder durch verbesserte Früherkennung und Stärkung der Rehabilitationsmöglichkeiten für stark sehbehinderte Kinder. Dazu gehören die Ausstattung von 16 Gesundheitsstationen in den Projektregionen, die Ausbildung von Fachpersonal und die Weiterbildung von Lehrern und Therapeuten.

Die Zahl der blinden und sehbehinderten Kinder in ganz Kuba wird auf rund 18.000 geschätzt – Kinder, die ohne Hilfe ihr Leben lang auf Unterstützung angewiesen wären und nicht am normalen Leben teilhaben könnten. Von diesem Projekt profitieren vor allem die ländlichen Regionen Kubas, in denen systematisch die Möglichkeiten zur Behandlung und Prävention von Frühgeborenen-Retinopathie (ROP) und die Rehabilitation und Inklusion stark sehbehinderter Kinder (Low Vision) verbessert wurden.

Fazit: Gelungenes Pilotprojekt

Das Projekt darf als gelungenes Pilotprojekt für die weitere transatlantische Zusammenarbeit gelten. Der LCIF-Vorsitzende 2015/2016 PIP Joe Preston sagte vor Ort spontan zu, sich mit seiner Organisation an einem großen Planungsworkshop im Februar zur weiteren Verbesserung der Blindheitsverhütung in Kuba zu beteiligen. Gegenüber dem Governorratsvorsitzenden der deutschen Lions in 2015/2016, Daniel Isenrich sprach er seinen nachdrücklichen Dank dafür aus, dass der MD 111 diese für alle Beteiligten fruchtbare und zukunftsweisende Kooperation angestoßen habe. Er sehe gespannt neuen gemeinsamen Projekten entgegen.

Gemeinsamer Weg. Der Governorratsvorsitzende 2115/2016, Daniel Isenrich und der Vorsitzende von LCIF 2015/2016 Joe Preston besuchten die Einweihung des Kuba-Projekts im November 2015 gemeinsam.

SightFirst-Kooperation auf Kuba

Ein gemeinsames Projekt der deutschen Lions im MD-111 (HDL) und der Lions Clubs International Foundation (LCIF) in Kooperation mit der Christoffel Blindenmission und  dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Die Zielregion:

Die Basisgesundheits-Versorgung in Kuba gilt als gut, jedoch konzentrieren sich fachmedizinische Dienste, wie die Augenmedizin, in erster Linie auf die wenigen Großstädte. In ländlichen Regionen suchen die Menschen Hilfe oft vergeblich. Insbesondere Dienste, die langfristige Betreuung erfordern, sind nicht vorhanden.

Angeborene Blindheit, sowie Erkrankungen die zur Erblindung bei Kindern führen, sind – neben dem Grauen Star im Alter – die zweithäufigste Ursache für Blindheit. Alle fünf Sekunden erblindet auf der Welt ein Mensch, jede Minute ein Kind, das sind jedes Jahr rund 500.000 Kinder. Hauptursachen sind Grauer Star, Glaukom und Hornhautschädigungen. Die meisten Betroffenen erblinden, weil sie unter ärmlichen Lebensbedingungen (Mangelernährung und unsauberem Wasser) und ohne medizinische Versorgung leben. Oft ist die nächste Fach-Klinik erst nach tagelangen Fußmärschen erreichbar. Blindheit ist nicht nur eine Behinderung, sondern bedeutet vor allem ein Leben in unvorstellbarer Armut und Bedürftigkeit. Bildung und Erwerbstätigkeit sind für die betroffenen Menschen meist unmöglich, die ganze Familie leidet mit.

Das Ziel:

Um Kinder vor diesem Schicksal zu bewahren, konzentriert sich die Hilfe der Lions mit diesem Kooperationsprojekt in den ländlichen Regionen Kubas auf die Behandlung und Prävention von Frühgeborenen-Retinopathie (ROP) und die Rehabilitation und Inklusion stark sehbehinderter Kinder (Low Vision). Die Komponente Low Vision hat ihren besonderen Schwerpunkt in den westlichen Regionen Pinar del Río, Mayabeque und Cienfuegos. Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualität der von Sehbehinderung bedrohten oder betroffenen Kinder durch verbesserte Früherkennung und Stärkung der Rehabilitationsmöglichkeiten für stark sehbehinderte Kinder.
Dazu gehören die Ausstattung von 12 Gesundheitsstationen in den Projektregionen, die Ausbildung von Fachpersonal und die Weiterbildung von Lehrern und Therapeuten. Die Zahl der blinden und sehbehinderten Kinder in ganz Kuba wird auf rund 18.000 geschätzt, in der Zielregion leben über 3000 Kinder, die ohne Hilfe ihr Leben lang auf Unterstützung angewiesen wären und nicht am normalen Leben teilhaben könnten.

Ihre Spenden werden vervielfacht:

Die Finanzierung der Hilfe für blinde und sehbehinderte Kinder in Kuba wird durch das gemeinsame Engagement der vier Partner möglich. Das Projektvolumen von 342.568 € wird zu 75 Prozent vom BMZ bezuschusst. LCIF und CBM tragen etwa je ein Drittel der Eigenmittel:  28.548 € ist der deutsche Lions-Anteil, der aus Ihren Spenden finanziert werden soll. Ein kleiner Beitrag mit großer Wirkung!

Andenken an die LCIC in Hamburg zugunsten SightFirst

Diese internationale Kooperation hat den Lions Club Sulinger Land überzeugt, die Spenden aus einer besonderen Activity anlässlich der International Convention „SightFirst in Kuba“ zu widmen.
Das „Andenken an die 96. LCIC Hamburg 2013“ besteht aus einem hochwertigen Papierbogen, der in aufwendiger Handarbeit perforiert wurde. So sind 12 Marken entstanden, die insgesamt ein kleines Kunstwerk ergeben. Eingerahmt und mit einem Passepartout versehen, ist die Auflage auf 1.000 Stück limitiert. Weitere Informationen finden Sie auf der Website: www.lcic.de

 

Laden Sie hier das Infoblatt zu Kuba herunter!

PACKMEE-Erlöse für Kuba

(25.07.2014) Die deutschen Lions haben seit Beginn der Kooperation mit PACKMEE stolze 3.836 Pakete gepackt. Die erste Auszahlung von 4.750 Euro konnte nun an unser SightFirst-Projekt auf Kuba ausgezahlt werden. Hier finden zur Zeit bereits Aufklärungskampagnen für die lokale Bevölkerung statt. Bis Ende des Jahres soll auch die geplante Ausstattung der 12 Gesundheitsstationen mit medizinischen Geräten und Materialien für die Ausbildung abgschlossen sein.

Zudem wurden zusammen mit der Partnerorganisaition CIC (Consejo de Iglesias de Cuba) 12 PAUL-Wasserfilter nach Kuba gebracht.

drucken

SightFirst - FLYER!

Lions retten Augenlicht!
In unserem Flyer finden Sie zusammenfassend alle Informationen zur Activity SightFirst, zu den Hintergründen, zur Historie wie auch zu aktuellen Projekten. Außerdem stellen wir Ihnen die Akteure sowie die Kooperationspartner der Lions vor.

PDF-Version herunterladen

im Shop bestellen

Sie wollen gebrauchte Brillen sammeln?

Lesen Sie hier das aktuelle Infoblatt!

Vier thematische Schwerpunkte sind von Lions Clubs International (LCI) für alle Projekte von heute bis  zum Jubiläumsjahr vorgegeben. Zusätzlich zu lokalen Activitys unterstützen Lions Clubs in Deutschland bundesweite Projekte für ein großes Ziel: 100 Millionen Menschen helfen! "Lichtblicke für Kinder" ist der Löwenanteil der deutschen Lions für den Bereich "Vision - Augenlicht"

SightFirst ist ein Lichtblick für Blinde

39 Millionen Menschen sind blind, 246 Millionen sehbehindert, davon leben 90 Prozent in Entwicklungsländern. 12 von 15 Menschen müssten jedoch nicht blind sein, wenn sie geeignete Hilfe bekämen. Mit der internationalen Langzeitactivity SightFirst engagieren sich die Lions seit Jahren erfolgreich im Kampf gegen vermeidbare Blindheit.