Blindheitsverhütung in Ruanda

Das Landesprogramm zur Blindheitsverhütung in Ruanda gehört zu den letzten großen Projekten der SightFirst I-Kampagne. Nach einer Laufzeit von fünf Jahren, konnte es 2008 erfolgreich abgeschlossen werden. Tausenden von Menschen konnte das Augenlicht zurück gegeben werden. Daneben ist die Bevölkerung Ruandas jetzt nachhaltig mit erreichbaren und bezahlbaren Augendiensten versorgt.

Ziel des Landesprogramms war es, die Versorgung der Bevölkerung in allen zwölf Provinzen Ruandas mit zuverlässigen, bezahlbaren und zugänglichen Augendiensten zu gewährleisten. Das Engagement der deutschen Lions zur Bekämpfung und Verhütung von Blindheit war eingebunden in den Aufbau eines großen landesweiten Gesundheitsprogramms. Bedingt durch die schwer zugängige Hügellandschaft und die weit über die steilen Hänge verstreut liegenden Ansiedlungen, war es eine besonders große Herausforderung die Landbevölkerung überall dort zu erreichen, wo sie lebt.

Zum Start des Projekts wurden deshalb im Jahr 2004 zwei mobile Augenteams (Mobile Equipes) eingerichtet. Jeweils ein Arzt ist mit seinem Team von 4-5 Pflegern und Schwestern an wöchentlich wechselnden Einsatzorten unterwegs, um Augenbehandlungen und Operationen durchzuführen.

Neben der erfolgreichen Arbeit der beiden Augenteams, trugen zahlreiche landesweite Aufklärungs- und Vorbereitungskampagnen dazu bei, dass das Programm von der Bevölkerung gut angenommen wurde. Vor Projektstart wurden im Land pro Jahr nur zirka 100 Augenoperationen durchgeführt. Bis zum Jahr 2008 konnte diese Anzahl kontinuierlich auf 4.000 gesteigert werden.

Als zweiter Schwerpunkt des Landesprogramms wurden parallel weitere augenmedizinische Fachkräfte ausgebildet sowie zahlreiche Gesundheitsstationen eingerichtet und ausgestattet. Alle Projektmitarbeiter und -partner sind außerordentlich engagiert und haben auf diese Weise erfolgreich dazu beigetragen, dass die Bevölkerung Ruandas nun durch ein funktionierendes und vernetztes Gesundheitsprogramm zur Blindheitsverhütung versorgt wird.

Gutes Sehen fördert und ermöglicht Selbstständigkeit. Die deutschen Lions haben mit ihrer Anschubfinanzierung zum Gesundheitsprogramm, das sich nun weiter entwickelt, auch einen deutlichen Beitrag zur Armutsbekämpfung in Ruanda geleistet.

 

Lesen Sie hier den kompletten

Projektbericht zur Blindheitsverhütung in Ruanda (2003-2008)

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