Lichtblicke für Kinder in Simbabwe

Zur Eröffnung der Kinderaugenklinik in Bulawayo waren auch Vertreter der lokalen Lions Clubs des Distrikt 412 Simbabwe angereist. Sie freuen sich so ein tolles Lions-Projekt vor der Tür zu haben und in Zukunft ein Auge darauf zu haben. (Foto: HDL)

Lions-Augenkliniken in Simbabwe feiern Eröffnung

Das gemeinsam finanzierte Outreach-Fahrzeug. Hiermit werden Patienten im ländlichen Raum besucht, erfasst und transportiert. (Foto: CBM)
Michele Andretti und Martin Hahn (CBM Südliches Afrika), der deutsche Botschafter Ulrich Klöckner, HDL-Geschäftsführer Volker Weyel und Ronald Menzel-Nazarov (CBM Deutschland) besuchten gemeinsam mit GRV Daniel Isenrich die deutsche Botschaft in Harare. (v. l.) (Foto: HDL)
Mit Blumenstrauß am Revers auf der Ehrentribüne. GRV Daniel Isenrich und HDL-Geschäftsführer Volker Weyel lauschen den ersten Rednern (Foto: HDL)
Mit Recht stolz und glücklich über die neue Augenabteilung. CBM und Lions vor dem Eingang am Marondera Provincial Hospital. (Foto: HDL)

Ein typisches ländliches Gesundheitszentrum in Simbabwe. Hier werden die Patienten erfasst und an die neuen Abteilungen überwiesen. (Foto: CBM)

Mrs Sophia Muzanenhamo ist 73 und kann wieder sehen. Sie empfing die Lions-Delegation in ihrem Dorf. (Foto: CBM)
Farbenfroh und Hoffnung spendend: Der Eingang zur neuen Lions-Kinderaugenklinik in Bulawayo. (Foto: HDL)

Kurz vor dem Start des nächsten großen Lions-Lichtblicke Projekts in der Elfenbeinküste, wurde Mitte Oktober 2015 in Simbabwe die Eröffnung von zwei Augenkliniken aus dem Lichtblicke-Projekt 2013 gefeiert. Teile dieses Projekts wurden durch die Teilnahme am RTL-Spendenmarathon im Jahr 2013 von „Stiftung RTL – Wir helfen Kindern“ mitfinanziert. Der  Governorratsvorsitzende des MD-111, Daniel Isenrich und HDL-Geschäftsführer Volker Weyel reisten zur offiziellen Eröffnung der Augenabteilung am Marondera Provincial Hospital und der Kinderaugenklinik Bulawayo nach Simbabwe und konnten sich vor Ort überzeugen, was in den vergangenen zwei Jahren geschafft wurde.

Erfolgreiche Kooperation mit "Stiftung RTL" in 2013

Prominente Paten des großen Lichtblicke-Projekts 2013 waren Rosi Mittermaier und Christian Neureuther. Mit viel Herz hatte Rosi Mittermaier damals im Projektfilm an die rund neun Millionen Zuschauer appelliert, für das Projekt in Simbabwe zu spenden. Lions brachten 500.000 Euro mit ein, sodass der Betrag mit den Spenden der RTL-Zuschauer verdoppelt und durch Zuschüsse des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) auf 1,5 Millionen verdreifacht werden konnte. Eine stolze Summe, mit der in Simbabwe die Voraussetzungen geschaffen wurden die klaffenden Lücken in der Versorgung für blinde und sehbehinderte Menschen, insbesondere für Kinder, zu schließen. Dass dieses Geld gut angelegt ist, wurde nicht nur in Anwesenheit vieler VIPs  am 14. und 16.10.2015 gebührend gefeiert, sondern zeigte sich auch in ganz anschaulicher Weise – wie HDL-Geschäftsführer Volker Weyel in seinem Reisebericht schildert:

Reisbericht der Lions-Delegation

„Zum Ende der Trockenzeit ist es sehr warm in Simbabwe. Als wir in der Hauptstadt Harare in den Kleinbus steigen, der uns zur Eröffnungszeremonie unseres großen Lichtblicke-Projekts nach Marondera bringen soll, stehen uns die Schweißtropfen auf der Stirn. Wir, das sind der Landeskoordinator der Christoffel-Blindenmission (CBM), Michele Andretti, der CBM-Regional-Direktor für das südliche Afrika, Martin Hahn, Ronald Menzel-Nazarow, zuständig bei der CBM in Bensheim für Philanthropie & Partnerschaften, unser Governorratsvorsitzender Daniel Isenrich und ich selbst.

Die Augenabteilung in Marondera – finanziert von Lions und BMZ

Nach kurzer Fahrt erreichen wir das Krankenhausgelände in Marondera wo mit Hilfe der Spenden der Lions plus den BMZ Zuschüssen eine neue Augenabteilung entstanden ist. Nach einem kurzen Briefing bekommen wir kleine selbstgebundene Blumensträußchen an den Anzug geheftet und erfahren, wann wir unsere Reden halten sollen mitsamt aller Namen derer, die ganz offiziell bei unseren Reden gegrüßt werden müssen. Bedingt durch die kolonial-englische Vergangenheit legt Simbabwe sehr viel Wert auf das Protokoll und dazu gehört „indeed“ die korrekte Ansprache und die Grußadressen in richtiger Reihenfolge!
Im Schatten eines blühenden Jacaranda-Baumes üben wir die Aussprache der Zulu-Namen, etwas des simbabwischen Gesundheitsministers David Parirenyatwa und weiterer hochrangiger Persönlichkeiten. Zeit haben wir genug, da sich die Ankunft des hochrangigsten Gastes verzögert und ohne ihn auf keinen Fall angefangen werden kann. Inzwischen fährt der deutsche Botschafter Ulrich Klöckner vor, den wir schon am Vortrag über das Lionsprojekt bei einem Besuch in der Botschaft unterrichten wollten.

Erstaunt mussten wir da feststellen, dass er den Architekten des Klinikneubaus bereits persönlich kannte und bestens über den Bau der beiden Augenstationen in Marondera und Bulawayo informiert war. Er bestätigte uns noch einmal nachdrücklich die Notwendigkeit des Projekts, das der Landbevölkerung endlich einen Zugang zu qualifizierter und bezahlbarer Gesundheitsversorgung im Augenbereich gewährleistet.

Der Dank gilt den Lions im MD-111

Die Eröffnungszeremonie in Marondera wird durch die Musikkapelle des nahe gelegenen Gefängnisses mit schmissigen Märschen untermalt. GRV Daniel Isenrich bedankt sich in seiner Rede für die Ehre, heute das Vorrecht zu haben diese Augenklinik zu eröffnen: „Wir hatten einen Traum und in Zusammenarbeit mit CBM dem Zimbabwe Council for the Blind und dem Gesundheitsministerium, den deutschen Lions und BMZ ist dieser Traum heute Wirklichkeit geworden“.
Denn nicht ihm oder dem Hilfswerk der deutschen Lions (HDL) sei zu danken sondern den vielen deutschen Lions Clubs die durch ihre Activitys und Spenden die Realisierung dieses tollen Projekt ermöglicht hätten.

Neu erlangte Selbstständigkeit und die Wichtigkeit lokaler Partner

Nach den Eröffnungsfeierlichkeiten begleiten wir am nächsten Tag einige der ersten Patienten der neuen Augenabteilung nach Hause. Eine der ersten, die von den neuen Operationsmöglichkeiten profitierte, zeigt uns ihr Dorf. Mrs. Sophia Muzanenhamo ist 73 Jahre alt und konnte schon seit einigen Jahren nichts mehr sehen und war auf ständige Hilfe angewiesen. Da ihre Angehörigen nicht über den Sonderbesuch informiert waren, waren alle Türen am Haus verschlossen und niemand da. Die rüstige Dame - nun wieder mit Sehkraft ausgestattet - wollte uns aber unbedingt hinein bitten, schnappte sich kurzerhand ein Beil und brach das Vorhängeschloss an der Tür auf. BILDER 6 UND 7 Auch der Gesundheitshelfer freute sich über ihr neue, wiedererlangte Selbstständigkeit und bat sie, doch von ihren guten Erfahrungen beim nächsten Kirchgang zu berichten. Noch immer herrsche bei der Landbevölkerung eine große Skepsis gegenüber Augenoperationen, berichtet er uns, und viele mühten sich oft über Jahre mit einer nachlassenden Sehkraft ab.

Mutige „Pionierinnen“ wie Mrs. Muzunanhamo leisten dem „Weitersagen“ ihrer guten Erfahrungen wichtige Aufklärungsarbeit – übrigens ein wichtiger Teil jedes Lichtblicke-Projekts, der nicht nur auf Budget, sondern vor allem auf der Kenntnis der lokalen Strukturen beruht wie sie vor allem die einheimischen Partner bereitzustellen vermögen.

In Bulawayo: Augenklinik für Kinder finanziert von Lions und Stiftung RTL

Am nächsten Tag sind wir dann in Bulawayo, im Südwesten Simbabwes, wo wir die neue Kinderaugenklinik einweihen. Der simbabwische Gesundheitsminister findet aufrichtige Worte des Dankes an die deutschen Lions. Unisono ist die Aussage, dass der simbabwische Staat die Grundfinanzierung für den Bau der Klinik nicht zur Verfügung hätte stellen können, nun aber froh sei die fortlaufenden Kosten zu übernehmen und die weitere Unterhaltung des Klinikbetriebs mit Mitteln des Gesundheitssystems zu garantieren. Auch die lokalen Lions aus den Clubs LC Khumalo, LC Bulawayo und LC Mataphos waren bei der Einweihung dabei – hocherfreut nun ein so tolles Lions-Projekt vor der Tür zu haben und versprachen, sich in Zukunft mit darum zu kümmern. Schon in der Vergangenheit (im Rahmen der Kampagne SightFirst) und bis heute fördern die simbabwischen Lions im Distrikt 412 den lokalen Partner von HDL und CBM, das Zimbabwe Council for the Blind, das sich seit über 60 Jahren für die Verbesserung der augenmedizinischen Versorgung im Land einsetzt.

Leuchtendes Beispiel für ein gelungenes Projekt

Dasr Projekt in Simbabwe wird noch einmal mit RTL im Fernsehen sein – für das kommende Frühjahr ist der Nachdreh von „Stiftung RTL – Wir helfen Kindern“ in Bulawayo mit den prominenten Projektpaten vorgesehen. Rosi Mittermaier und Christian Neureuther freuten sich sehr über die Nachricht der Inbetriebnahme der Klinik. Sie sind schon sehr gespannt, vor Ort alte Bekannte wiederzutreffen und sich mit eigenen Augen von der wesentlichen Verbesserung der Situation der blinden und sehbehinderten Kinder Simbabwes zu überzeugen.

Für Lions ist es eine echte Motivation mit der Activity „Lichtblicke“ noch in vielen weiteren Ländern zu helfen. In 2015 sind es die blinden und sehbehinderten Kinder in der Elfenbeinküste, denen Lions mit einem ähnlichen Projekt helfen!

Spenden Sie Lichtblicke!

Der Löwenanteil der deutschen Lions für Augenlicht

Im Jahr 2017 wird Lions Clubs International 100 Jahre alt. Als eines der vier Schwerpunktthemen für alle Activitys weltweit, die von nun an bis 2017 durchgeführt werden, hat Lions Club International den Bereich „Vision“ (Augenlicht) benannt. Mit jährlich einem großen augenmedizinischen Projekt „Lichtblicke für Kinder in Afrika“ können die deutschen Lions von heute bis 2017 jedes Jahr einen echten  Löwenanteil zu den „Vision“-Activitys beitragen. Spenden Sie unter dem Stichwort Lions 100 - Vision für das aktuelle oder das nächste große Lions-Projekt „Lichtblicke für Kinder in Afrika“

Bis zu 500.000 Euro werden von "Stiftung RTL-Wir helfen Kindern" verdoppelt und weitere Zuschüsse vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) machen eine Verdreifachung der Spenden möglich!

Zu unserem großen Lichtblicke Projekt 2015 in der Elfenbeinküste geht es hier!

 

 

Erste Grundmauern standen bereits im März.
Der Bau schreitet voran...
Das Dachgebälk und der Trockenbau deutet auf das baldige Fertigstellen der Gebäude hin. (Bilder: CBM)

Baufortschritte in Simbabwe

(24.06.2015) Das große Lions-Lichtblicke-Projekt in Simbabwe wächst und gedeiht. Die Baurbeiten am Marondera Provicial Hospital sind so gut wie abgeschlossen und die neue, erweiterte augenmedizische Abteilung und Ambulanz kann schon bald in Betrieb genommen werden.

In Bulawayo ist der Bau auf dem Gelände des Richard Morris Hospital in vollem Gange. Auch hier ist eine feierliche Eröffnung der Gebäude, voraussichtlich im Oktober 2015, geplant. Beim RTL-Spendenmarathon wird ein kurzer Film gezeigt werden, der die Fortschritte unseres großen Lichtblicke-Projekts 2015 dokumentiert. Von unserem Partner, der CBM erreichten uns bereits jetzt einige Bilder von der Baustelle.

Ein Erfolg für die Hilfe für blinde und sehbehinderte Kinder

Mit den Gebäuden wächst die Hoffnung auf eine zukünftig nachhaltig verbesserte Versorgung der blinden und sehbehinderten Kinder in Simbabwe. Und mit den Mauern der Kinderaugenambulanz mit OP, der Station mit Gästehaus und der Ausstattung von Ambulanz OP und Station, steht ein großer Fortschritt im weltweiten Kampf der Lions gegen vermeidbare Blindheit. Der Dank dafür gilt dem Engagement derLions und allen Spendern für "Lichtblicke"!

Lesen Sie hier Informationen zum Lichtblicke-Projekt 2015!

Das Projekt "Lichtblicke für Kinder in Simbabwe"

2013: Lions bringen „Lichtblicke für Kinder“ nach Simbabwe. Auch dieses Projekt nahm am RTL-Spendenmarahton teil. 

Verlässliche Partner als Voraussetzung für Lions-Hilfe

Der bewährte Lions-Partner dieses Projekts, die Christoffel Blindenmission (CBM) konnte das „Zimbabwe Council for the Blind“ als Partner für das geplante „Lichtblicke“-Projekt im Süden Afrikas gewinnen. In Zusammenarbeit mit dieser einheimischen Hilfsorganisation werden an zunächst zwei Standorten kinderaugenmedizinische Dienste aufgebaut .

Das im Süden Afrikas gelegenen Simbabwe hat ca. 10 Millionen Einwohner, zusätzlich leben ca. drei Millionen Simbabwer im Ausland. Viele davon sind vor Armut und Repression geflüchtet. Der politische und wirtschaftliche Niedergang Simbabwes in den letzten Jahrzehnten hat das das einst gut ausgebaute Bildungs- und Gesundheitssystem stark beschädigt.

Vermeidbare Blindheit stellt ein enormes Problem für Simbabwe dar. Etwa 125.000 Menschen sind blind, doppelt so viele leiden unter Sehbehinderungen. Ca. 60 Prozent der Fälle sind medizinisch behandelbar und somit vermeidbar. Insbesondere Kinder leiden unter der lückenhaften augenmedizinischen Versorgung, da vielen der Zugang zu Bildung und damit zu einer besseren Zukunft verwehrt bleibt.

An zwei Standorten bauen Lions für Hoffnung

Mit Hilfe der Lions sollen diese Lücken in der augenmedizinischen Versorgung für Kinder in Simbabwe geschlossen werden und die Infrastruktur zur Erfassung und Überweisung blinder und sehbehinderter Kinder verbessert, die Behandlungsmöglichkeiten erweitert und für Nachsorge und Rehabilitation Sorge getragen werden. An zunächst zwei Standorten werden folgende Maßnahmen umgesetzt:


Richard Morris Hospital, Bulawayo

  • Bau einer kinderaugenmedizinischen Ambulanz und eines  Operationssaals
  • Bau einer Kinderstation mit Gästehaus
  • Ausstattung von Ambulanz, OP und Station
  • Weiterbildung eines Augenarztes und Fachpflegers in Kinderaugenheilkunde
  • Erfassungs- und Überweisungskampagne im ganzen Land mit eigenem Kleinbus


Marondera Provincial Hospital, Marondera

  • Erweiterung der augenmedizinischen Abteilung und Ambulanz um die Provinz Mashonaland East adäquat versorgen zu können.

Mit vereinten Kräften: „Lichtblicke für Kinder in Simbabwe"

Die Finanzierung dieses Projekts, das einen Anfang machen wird um die Lücke in der medizinischen Versorgung für blinde und sehbehinderte Kinder in Simbabwe zu schließen, wurde mit Hilfe der Verdoppelung aller Spenden bis 500.000 Euro durch die Teilnahme beim RTL-Spendenmarathon realisiert . Die Sanierung und Ausstattung der Kinder-Augenklinik in Marondera wird mit Zuschüssen des Bundesministeriums finanziert.

Hier können Sie die Dokumentation der Teilnahme beim RTL-Spendenmarathon nachlesen:

Lichtblicke für Kinder beim RTL-Spendenmarathon 2013

 

 

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